) II (
Man traget kein Bedenken, auf die ver. schiedenen Böden unter dem Dache ein paar lausend Achtel Korn zu bringen, deren Last Vir Balken und Seitenwände zugleich bedrückt , welches ein Geniicht von igoo Eentnel beträgt, da doch die festeste und rngeste Bedeckung der Plattziegel nur 700 Centner beträgt.
Em Vorschlag, zu;verhäten, vaß die Fever» der Mast- gänse nichts von ihrer Güte verlieren , sonvern gewinnen.
Man lasse die zum Mästen bestimmten Ganse auf einem geschloffenen Hofe frei umher gehen, sorge dafür, daß es selbigen nicht am Wasser zum Saufen und Baden fehlt (zu welchem Ende ein Zuber oder Trog allenfalls eingegraben werden darf,) geb« jeder Ganü fünfmal des Tages, nämlich alle z Stunden so viel Haber, als ein Mann mit der Hand fassen kann, und lasse die Gänse des Abends in einem mit Stroh bestreueten Stall eintreiben. In ungefähr z Wochen wird auf jene Art jede Gans, nicht nur eben so fett, sondern viel schmackhafter, wie die in einen Stall eingesperrt gemästeten Gänse seyn, sondern mehr als ndch einmal so viel sehr reine Federn und Daunen wie diese haben. Das fast allgemeine Vorur- Iheil, daß Ganse nicht anders als eingesperrt gemässer werden könnten, wird je- der widerlegt finden, der nur im Kleinen einen Versuch machen, und zu gleicher Zeit ein paar Gänse in einen Stall einsetzen und im Freyen nach obigem Vorschlagmästen will. klebrigen« ist die Methode auf zufällig erlangte Erfahrung gegründet. Da es zu umständlich seyn würde, mehrere Gänse, jede besonders zu füttern, so wird bemerkt, daß für so viel Gänse als man mästen will, eben so viel Hände voll Haber auSgestreuet werden, wovon alle gemeinschaftlich fressen, und wie denn im
mer einige begieriger wie andre sind, so werden diese auch eher wie die andern fett, können mithin früher geschlachtet, und die übrigen denn nach Erfordern, noch etwa- langer gemästet werden.
Lekanntmachttngen.
Des Wilhelm und Johannes Ger- lachs Erben zu Wezlar, besitzen in den Ortschaften Kirch - und Pvhlgöns des mir gnadigst anvertrauten Amts Hüttenbergs, einen jährlichen Kornpacht, welcher nach den Steuerbüchern ersagter Ortschaften, 15 Achtel, 1 Meste, 7 Bescheid beträgt, und nichts als die gewöhnliche Rittersteuern abgiebt.
Nachvcme nun die Hälfte davon mit 7 Achtel , 4 Messen , 7 1/2 Gescheit) dem Hermann Simon zu Wezlar gehörig, unb auf ihn, von seiner Mutter, einer gebohw nen Gerlachin, verabfället, meistbietend versteigt werden soll, und dazu Termin auf den 28ten dieses Monats, Morgends 9 Mfyr, im Ort Kirchgöns anberaumt worden; so wird dieses hiermit mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, daß diejenige, welche darauf zu steigern Lust haben, sich auf gedachten Tag an dem erwähnten Ort einstnden, die nähere Bedingungen erfahren, -und alsdann mitbieten können.
Langgöns am 7ten Januar 1799.
Fürst!. Hess Iustizamt daselbst, C. G. v. Zangen.
2) An Giessen wird Anfang Marz 1799, die Bücher-Auction der Kriegerschen Dupletten ihren Anfang nehmen. Der Catalog darüber ist gratis zu haben, und enthält 7000 Bände aus allen Fachern. Wer daselbst Commission zu gebens willens , und sonst keine Bekanntschaft hat, kann sich meiner Addresse^ bedienen , und der redlichsten Besorgung sich versichern.
Lampu s, Notar, publ. in Giessen,


