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Nation, oder was thaten ihre ungroßen Agenten? — Sie rückten aegen den friedlichen Kanton Zürich, forderten erst drohend die Annahme ihrer Constitution, wie gesagt, gewaltthätig, allen Grundsätzen der Freiheit entgegen, in der Räuber- spräche, B!ut oder Geld, Annahme oder Krieg. Stillschweigend, um des Friedens willen, nahmen wir sie einmürhig an, wie wir einmüthig und ohne Widerrede uns schon früher demokratisiret hatten. Nun glaubten wir, alles qethan zu haben; uns war dieses Zwangs ungeachtet Ernst dabei, wie man uns auch immer des Ge- gentheils beargwöhnte. Aber was unwür, digeS, Falsches, Ungerechtes geschah weiter ? Man nahm sich die Freiheit, der vor- gelesenen und angenommenen Constitution, wenige Tage nachher, ohne einen Menschen darüber zu fragen, ohne dem freierklärten, souverainen Volke eine Zeile vorzulesen, oder ihm nur ein Wort davon zu sagen, eine andere, früher entworfene, noch weniger für uns passende Constitution unterzuschieben. In jedem andern ähnlichen Falle hätte man ein solches Unterschieben gleich lächerlich und unleidlich, absurd, und in jedem Partikularfall durch. auS abominabel gefunden. Auch dieses unS gefallen lassen zu müssen, hatten wir die Freiheit. Nun glaubten wir alles ge- than zu haben, was die große, mächtige Nation unserer Nachgiebigkeit versichern konnte.
Verheissen ward uns wenigstens mündlich von den Agenten der großen Nation, keine Fränkischen Truppen sollten in unfern Kanton einziehen; kein Sous sollte von un» gefordert werden. Da« Gegen- theil von beiden geschah. Man hatte die Schamlosigkeit, von uns drei Millionen Livre« zu fordern; die Härte, in unfern Kanton Fränkische Truppen unangefragt einzuführen, und unfer arme« unschuldig ger Land auszusaugen« Mit andern Myr
ten, man zwang unS die Freiheit auf, UNS alle Freiheit rauben zu lassen.
Unter dem säubern Titel, die Aristokratie, die nicht mehr war, und bei unS wenigstens ( ich sage es frei, was auch Ver- läumdung lügen mag) keinen Finger mehr rührte, zu stürzen, zu strafen. Wergiedt Frankreich das Recht, fremde Sünden zu strafen? Wer fremde Tugenden? man legte erst die ganze Last dieser drei Millionen auf die gejammten Mitglieder der ehemaligen Regierung. Diese allein sollten bezahlen, sie, deren keiner sich vom Schweiße der Landbürger fett und reich machte, die, einen einzigen, durch Umstände und alte Gesetzformen beinahe abgenöthigten, vergüteten Fall abgerechnet, von welchem auch sie für sich nicht den geringsten Vortheil zogen, nur nie in den Verdacht von Oligarchie und Tyrannei fallen konnten. Sie, die so lange die alte Constitution dauerte, selbst gewissen harten Gesetzen unterworfen, und verbunden waren , zweimal des Jahrs nicht auf eine künftige, sondern die damals stehende Constitution zu schwören. Sie nach der jetzigen Form beurtheilen, ist, ich weiß nicht, ob größere Schiefsinnigkeit oder Schalkheit.
Drei Millionen, wofür? Einen kleinen Thaler zu fordern, wäre Ungerechtigkeit , eine Million Thaler zu fordern, ist millionenfache Ungerechtigkeit. E« ist Forderung , nicht einer gesitteten Ration, sondern ich weiß nicht anders zu sagen, die Forderung einer schlimm organisirten, durch Kriegsglück übermüthig gewordenen, sich zu allem berechtigt glaubenden Räuberbande. Wir bekriegten die Nation nicht. Wir stellten, wie während de« ganzen Krieges , unsere wenige Mannschaft, bundesgemäß an dke Grenzen. Wir thaten, was ohne Treulosigkeit gegen unsere Bundesgenossen nicht unterlassen werden durfte. Wenn die Nation einen Funken von Ehrfurcht für Recht und Tugend hat, so sollte
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