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sie uns dafür ihre Achtung bezeugen. Wer treu ist, ehrl die Treue in allen Gestatten, ehrt sie an dem Feinde, wie viel mehr an dem , der nie Feind war? Aber sie fordern von dem unoligarchischen, glücklich regierten Zürich, das Besseres willig annahm, der Nation, die kern Recht über uns hatte, dennoch in allem gehorchte, drei Millionen.

Drei Millionen; und forderten diese nicht etwan von dem ganzen Lande. For­derten sie oder schreienden Ungerechtigkeit! von den würdigsten verdientesten Männern, die sie nicht, als durch Vnläumdungen lichtscheuer oder leidenschaftlicher Derläum- der, kennt, die sie nie verhört, nie be­fragt , in eine Elaste setzt mit oligarchischen Patriciern , was sie durchaus nicht sind: denn, wer weiß nicht, unsere ehemaligen Regenten wurden aus allen Elasten von Bürgern, gröstentheils von den Bürgern selbst erwählt.

Der Verfolg künftig.

Ediktalvorladnng.

Nachdem des Fürstlichen Zollbereiter Krämer KlockenbringS Wittib dahier so viele Schulden contrahiret, daß ihr Aktiv- vermögen zu Bezahlung derselben nicht hin­reichend ist, sofort von höheren Orten der förmliche Concurs erkannt, und in der Absicht terminus ad liquidandum auf Montag den 27ten Januar 1800. anberau. met worden; als werden alle und jede, bekannte und unbekannte Gläubiger, welche an die obbenannte Klockenbringische Wit­tib Forderungen, oder ex quocunque ca- pite Ansprüche zu haben glauben , edifta- liter hierm t vorgeladen, um in praefixo termino MorqendS 9 Uhr vor unterzeich­neter Gerichtsftelle zu erscheinen, ihre For­derungen richtig zu stellen, und sich darauf weiterer rechtlichen Verordnung, .im Nicht­

erscheinungsfall aber der Practusion zu ge­wärtigen. Signatum Langgöns bei Giesen am loten December 1799.

Carl Georg von Zangen, Für stl. Hessischer Regierungörath und Oberdeamte.

Litterärische Anzeige.

Demokritisches Taschenbuch, oder Scherz nach dem Ernste, für das Iahr i8<'o. HerauSgegeben von einem unäch- ten Seitenverwandten des weiland berühm­ten Grafen Donamar. Mit satyrischen Ku­pfern 8. im Umschlag. Erfurth. Hennings.

Ein Mann dem unsre gebildete Lese­wett schon so ausgezeichnete Werke des Ge­schmacks verdankt^ der die Bahn des Welt- weifen und des schönen Geistes, so weise vereinigt betrat, erscheint hier als einer der feinsten Kenner und Nachfolger der Sa-- tyrikerdes Atterthums. Deutschland, das so vielen Stoff dazu darbietet, blieb in kei­nem Zwcige der- Literatur so zurück als in der Salpre. Der Ton schaaler Witzeleien ermüdet, statt daß er belehren sollte, und dic Gebrechen des Zeitalters entgingen im­mer der feinen Züchtigung, die nur Scharf­sinn, Witz und Geschmack vereinigt aus-- zutheilen vermag, Wie sehr der Vers, auf diese Vereinigung Anspruch machen kann; wird ein Blick auf die Aufsätze dieses Ta­schenbuchs beweisen. Die Dedikation an Ihrs Ungebornen, die Nachwelt; die Er­klärung des Titelblatts, die ersten 5oSei- ten sind schon Beweise, daß das keine Ar­beit gewöhnlicher Art ist Herrlich getrof. fene Copien der wirklichen Welt enthalten: Der Genius der Zeit, das Souper und die Nachrichten aus Samarkand. Die Auffindung der Originale dazu wird den Leser selbst so angenehm beschäftigen, daß wir kein weiteres Detail bedürfen. Ist bei Ausgeber dieses Blatts für 1 fl. 48 fr. zu haben.

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