Frauenzimmer hingegen grüßt man nicht, ja sogar wird für ungesittet gehalten, diese nur scharf anzusehen.

Treue dem Vaterland.

Nach Gott sey jeder seinem Herrn getreu. Galgen und Rad sind zwar oft die Belohnung der Treue gewesen, dies darf aber den Patrioten nicht abhalten. Welch ein Ruhm den MiltiadeS, Pat-- kul zum Gefährten des Ruhme zu haben.

Gefährlich ists an einer verdächtigen Sache Antheil zu nehmen dann je mehr der Aufrührerin der Gunst des Volks ist, desto näher ist er dem Falle. Der Pöbel ist allezeit'eigensinnig, nie beständig heute ganz Feuer, morgen ganz Eis. Ein Aufrührer reizt ihn, der Brandwein fezt ihn in Wuth, und der erste Flinten­schuß zerstreut ihn.

An das Direktorium der Französischen Republik, von Johann Caspar Lar vgter.

Freiheit, Gleichheit, Menschenrechte, Menschlichkeit, sind die Aushängeschilde zu allen Dekreten und Publikationen ei­ner Nation, die sich in mehr als einer Ab­sicht die Große zu nennen berechtigt glau­ben kann. Es wird also kein Verbrechen seyn, mit Freiheit ein humanes Wort mit der gepriesenen Mutter der Freiheit und Humanität zu sprechen.

Unzählige der besten Köpfe bewun­dern , was diese Nation als Philosophin, Politikerin, Heldin gethan und geleistet hat. Welche Nation that je, was sie. Wer konnte für möglich halten, was sie würklich machte? Wer sie nicht bewundert, kennt sie nicht, oder kann nichts mehr be­wundern. Also nennt man sie mit Recht die große Nation; denn sie ist Hervorbrin­

gerin der größten, und ich hoffe zugleich der wohltätigsten Würkungen, die je ter; vorgebracht wurden Sie ist ein von Golt (sie mag sagen vom Schicksal - bezeichne­tes Universalwerkzeug der Umschmelzung unumschmelzbar geachteter Dinge.

Mir geziemt er nicht, und es ist wi­der meinen gegenwärtigen Zweck, ein Wort zu sagen über die vielen, kaum begreifli­chen Inkonsequenzen, Widersprüche, Ge­waltsamkeiten, Ungerechiigkeiten, Tyranr neien, Grausamkeiten, Greuel, weiche sich die Fränkische Nation, oder vielmehr von Zeit zu Zeit einige Führer derselben, seit der Revolution zu schulden kommen ließen. Aber Menschenrechte, Bürgerrechte, und ich darf hinzulhun Hirtenrechte (denn auch meine Heerde leidet) nölhigten mich, ein Wort zu sagen über das Betragen der Fränkilchen Nation , oder ihrer Führer und Agenten gegen mein Vaterland.

Alle Einwohner Helvetiens, die nicht durch die Taschenspielerworte, womit alles geblendet werden sollte, geblendet sind, können nur Einer Meinung seyn. Mag d,e terroristische Gewalt, welche unter dem Posaunenschall von Freiheit ihre eiserne Hand auf ihren Nacken fallen laßt, sie schweigen machen, alle haben nur Eine Meinung, und zwar diese:Die Frän­kische Nation, di- mehrere Jahre Krieg mit den mächtigsten Nationen führte, weswe­gen i deswegen, damit keine fremde Macht sich in ihre inner» Angelegenheiten wische, hat weder ihre Uebermacht noch ihres Sie- gerglücks wegen r das mindeste Recht, und sie handelt sich selbst widersprechend, ja höchst ungerecht, sich in unsere Innern An­gelegenheiten gcwaltthärig zu mischen."

ES konnte der großen Nation zutrag- ttch seyn, zu wünschen, daß wir eine ein. zige, untheilbare Republik ausmachenr dje weisesten und besten Schweizer konnten dieses für die Schweiz selbst sehr pprtheit- haft