Ausgabe 
4.5.1799
 
Einzelbild herunterladen

) 70 (

eher abzr'ehen können und müssen, als die Flulhen des Lahnstrohms cintretten und fid} daher diese mit jenen nicht konjungiren können.

Os hingegen die beschriebene Weite der Wiesek beibehalten worden sey und noch bei­behalten werde, verneinet durchgehends der Augenschein. Allein ich will die Haab- fuch einiger Anstößer dieses Bachs in be­ständiger Andauung und Eintreibung mit Weiden, Verengerung ihrer Schleusten in demselben und die Erbauung der Brükken, welche ganz unproportionirt in den aus ihm geleiteten Graben angelegt worden, auch um deswillen, weil solche nur bei Sommerfluthen mehrere tausend Zentner Heu verderben und überhaupt nur den Fel- dem nicht aber im Innern der Stadt schädlich werden, überschreiten, und nun die Hindernisse vorlegen, welche sich dem Ablauf der Vorwasser in so lange ent­gegen stellen, bis die Lahn aus ihren Ufern tritt, sohin, wenn beide Ueberschwemmun- gen zusammen tretten, eine solche Samt- stuth, besonders nach einem leicht dazu kommenden Zwischenfall wie der neuerliche war, welcher alle Schnee weit über unfern Horizont in einer und eben derselben Nacht durch ein furchtbares Gewitter auflößte, die Stadt mit ihrem Eindringen bedro­hen wohl gar, je nachdem sie eine Höhe erreicht, ihre Bedrohung bewerkstelligen könne.

Die Engheit der Wiesek durch die Au, Spek und Burg schadet mancher Ernde, nicht aber der Stadt. Die Jeldschaden be­finden stch über gegenwärtig äusser meinem Plan. Ich berühre sie daher eben so roe»* nig nicht weiter als das Verwachsen ersag- ten Bachs, wodurch dergleichen Schäden entstehen. Behaupte vielmehr, daß wenn dieselbe auch eine Ueberschwemmung ver­ursacht, eint solche sich aeschwind, wenn sticht durch die zwren Bögen der große»

SteinwegSörükke, doch über den großen S/einweg selbst, welcher bei weitem die Hohe der Schoor nicht hat, sich immer wei­ter vorwärts verbreitet. Der Einwand: nun wird solche der ungleich höhere kleine Sreinweg hemmen, ließ sich hören, wenn Vieler Weg, wie vor dem siebenjährigen Kriege, hinter der Brükke gar keine und vor derselben nur 3 bis 4 Durchschnitte vatte. Gegenwärtig hat aber derselbe, äus­ser den zwo gewölbten Brükken in der Wie- stk und dem Abzugsgraben, annoch 12 Fluthdurchlchnitte dies - und jenseits der Huuptbrukke, die mehresten von 15 und wenigere davon von 12 Fus Weite. Durch die!« , dünkt mich, und bei jeder Fluth stegt der Beweis davon vor Augen , hat die Fluth Raum genug sich über Vie Steffans- mark zu verbreiten und wider die Selzer Chaussee anzuspielen. Es kommt also nun darauf an, daß ersagte Chaussee nicht hemme und die Wüster durch ihre Brükken hinziehen können. Nun har die Siech, brukke 32Fu§ und die darüber befind, kiche kleinere Brükke ro FuS Weite im Lich­ten. Diese 42FUS gegen die kleine Stein, weqsbrükke genommen , so kann jene gegen dieser, äusser Fluthzeiten , weit mehr Was­ser abnehmen, thut ttf auch würkiich, denn die Steffansmalk befindet sich noch blos, wenn bereits die Burg unter Wasser' sieht und dieses schon über den großen Steinwea zu steigen beginnt. Alles dieses verhalle sich indessen, wie es wolle, der Son bleibt allemal richtig: die beiden Steinweas - weit mehr die beiden Chausscebrükken sind im Stande die Vor wasser einer Fluth adzunehmrn und tragen wenig oder gar nicht« zur Entstehung einer Ueberschwem­mung be,, wenn nur der Dach- Wiesek in seiner vorhin angegebenen Weite erhalten werden wollte.

Wie wenig aber diese letztere Bedin­gung emtteffr und die Chaussee au

Uetzer»