Nr, XVIII.

Giesser Mi

Gedanken eines Laien in Der Hydraulik, gelegen- heirlick Der vvebranflalken in Der Nackr Des 2Sten Zebruars S. I. Da;» angefackt.

Verfolg.

Ich erkenne mich für schuldig meine Leser darum , daß ich zu tief seitwärts eins gelenkt und mich allzuweit in die gemachte Bemerkung verlohren habe, um Verzei­hung zu bitten und will damit, daß ich nun die Hindernisse, weiche dem Abzug der Vorwasser bei einer zu gewärtigen­den Ueberschwemmung, vor der Lahnaus- steigung, sich entgegnen, vorlegen und den>» selben ersuchen , daß er sich wieder mit Mik in das vorherige Geleiße verfüge.

Nach mehreren, in einem den Bach Wirsek und den von ihm durchschnittenen WieSgrund betreffenden bei Fürstl Ober­amt aufbewahrten Fascikel, enthaltenen venerirlichen Verordnungen und Vertra­gen, welche zwischen dem Fürstlichen FiS- kuö, derStadt, Commun Wiesek, Strup­pen - Gansmühle und übrigen Indivi­duen , welche Schleussengerechtigkeit besi­tzen , abgeschlossen worden, soll der Bach Wieset von dem Ganerbschaftlichen Grenz­stein oberhalb der Struppenmühle an ge­rechnet, l2 Fus Weite haben, solche 12 FuS sich bis zu der grosen Steinweegs- brükke zu 24 FuS, nach und nach auodeh- nen , und von da durch die neuerdings in ein Gewölbe umgewandelte kleine Stein- weegebrükke bis zu seiner C-rgjesung in den tahnstrohm zu 26 Fus Weite sich enden.

Wenn die Wiesek in dem vorbeschrie- denen, von unfern Vorfahren weislich be-s

4. Mai. 1799-

rechneten Maas sich würklich befände, fb würde, ohne auf ihren Fall, oder auf die Tradition, sie habe von dem Walksteeg an bis zur Schneitmühle 11 Fus Fall, sich weiter einzulassen oder gar im mindesten darauf zu achten, sie dennoch hinreichend seyn, ihre alsvenn seltner entstehende lieber® schwemmungen oder V orw a sser einer Hauptfluth vor dem Anlauf des kahn- strohms hinweg zu treiben. Ist nun ihre Fluth und mit ihr ihre Eiedekke fort, kann, auch um deswillen, weil sich Net­teres nicht mehr in den Gesträuchen de< Heßlers oder schon vor diesen, mehr stel­len kann, um so geringer derLahnstrohm schwellen, und wenn er schwillt, mag er immerhin über den Wallpförier Chaussee- bau in die niedrigere Ebene der Äriesek- siuth fallen. Sie wird dadurch nichts we» niger als der Stakt gefährlich werden.

Daß die Wiesek , wie schon gedacht worden , eher als kik Lahn anschwiüt und also, dem natürlichen Gang nach, ihre Fluth eher als der Letzteren ihre abziehm müsse, ist jedem unter uns und wak jedem unstkek Vorfahren, feit dem Uks sprung der Zeit her, aus Erfahrungen bekannt, ohne daß wir uns auf die Unter­suchung der Gründe, ob solches wegen dem früheren Angang des Schnees in dem gegen Süden gelegenen Vogelsberg oder des spateren Angang« des Schnees in dem mehk gegen Norden gelegenen Hinterlünki ge?- fchehe, einzulaffen haben.

Ich wiederhole daher die hieraus ent^ stehende Folge, daß die FiUthen der Wie» fek, in so fern das Beet des Bachs in ftU hit oben berührtest Weite erhaltest werde, eher