Ausgabe 
11.6.1836
 
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Edittalladuug.

562) Aust. Lepper und dessen Ehefrau Ern- stine zu Königsberg haben bei Theodor Geller daselbst ein Kapital von 100 fl. gegen gericht­liche Obligation vom 9. Dcbr. 1803 entliehen.

Da dieses Kapital abgetragen worden, die Obligation indessen verloren gegangen sein soll, so werden alle diejenigen, welche rechtliche An­sprüche an dieselbe machen zu können vcrmci- ucn, aufgesordcrt, dieselben so gewiß binnen 4 Wochen von dem ersten Tage des Erscheinens dieser Aufforderung in den öffentlichen Blättern an, geltend zu machen, widrigenfalls die fragli­che Obligation für mortificiit erklärt und der dessall- sige Eintrag im Hypothekenkuch gelöscht werden wird.

Gießen den 1. Juni 1836.

Großh. Hess. Stadtgericht. Müller.

Besondere Bekanntmachung.

583) Den 28. und 30. Juni dieses Jahres ist die Musterung und Looszichung für die Eon- fcriptionspflichtigen des Kreises Gießen.

Indem ich dieses hiermit veröffentliche, mache ich noch besonders darauf aufmerksam, daß diejenigen, welche wegen eines durch die Sinne nicht wahrnehmbaren Fehlers zu reklamiren be­absichtigen, sich bis zur Ziehung mit den im Ge­setze vorgeschricbenen Zeugnissen zu versehen haben, wenn sie sich vor dem Nachthcil sichern wollen, daß ihre Reklamationen unbeachtet bleiben.

Wer solche Zeugnisse auszustellcn hat und was sie enthalten müssen, darüber werde ich dem Conscriptionspflichtigen auf Verlangen gerne die erforderlichen mündlichen Anleitungen geben.

Gießen den 10. Jnni 1836.

Der Bürgermeister E. Sil bereif en.

Versteigerungen.

561) Dienstag, den 14. d. M., Vormit­tags 11 Uhr, sollen in dem Gasthaus zur Krone zwei Fahrpserde im Wege der Hülfsvollstreckung versteigert werden.

Gießen den 2. Juni. 1836.

Gr. Hess. Stadtgericht. Müller.

Hb" 566) Anzeige. In der hiesigen Universi­täts-Bibliothek wird vom 20. d. M. an, täglich von 2 5 Uhr, eine sehr schätzbare, in allen Zweigen der Wissenschaften reichhaltige Büchersammlung öffentlich gegen gleich baare Bezahlung an die Meistbietenden verkauft. Die Bücher können täg­lich von 12 Uhr in Augenschein genommen werden. Kataloge sind bei Philipp Vogel, wohn­haft auf dem Markt, zu haben.

Gießen im Juni 1836.

577) Auf Ansuchen des Gastwirths Hin. Jacob Sarasin dahier werden nachverzeichncte

Mobilien in dessen Behausung meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert:

Montag, den 13. Juni, von Vormittags 812 und Nachmittags von 2 6 Uhr, Ackergcräthschaften, Karrn, Pflug, Egge, Pferde­geschirr re., 1 Schlitten, Gartcntische und Bänke, 1 Kelter, Fässer, Bütten rc.

Dienstag, den 14. Juni, Zinn, Kupfer, Messing, Eisen, Blechwcrk u. dergl.

Mittwoch, den 15. Juni,

15 Betten und Bettladen, Converten und Weiß, Donnerstag, den 16. Ium,

ferner Weißzeug, Gläser, Vouteillen, englisches Porzellan, 9 Spiegel, 1 Uhr mit Kasten re.

Freitag, den 17. Juni,

Meubles und Holzwcrk, 8 Schränke, 3 Commo- den, 2 Weißzeugpressen, 30 Tische, 6 Dutzend Stühle, 1 dergl. gepolstert und 1 Canapee, 1 Hafer- und 1 Mehlkasten.

Butzbach den 6. Juni 1836.

Der Bürgermeister B. Küchel.

582) Mittwoch, den 15. d. M., werde ich in meinem Walde mehrere hundert Stecken buchen und eichen Scheid- und Prügclholz, so wie ungefähr 8000 Wellen von verschiedenen Holzsortcn, an den Meistbietenden öffentlich ver­steigern lassen. Ter größte Thcil des Gehölzes besteht aus diesjährigem Lohholz von vorzüg­licher Güte. Es befinden sich darunter viele 16 bis 30 Schuhe lange Haufen, welche für Wagner und andere Handwerker, so wie zu Baumstangcn, Heckenpfählen, Nüststangen und sonstigem Gebranche ganz besonders geeignet sind. Zahlungsfähige Personen erhalten Kredit bis Michaeli d. I.; das Preussische und Kurhessischc Gels wird bei der Zahlung der Thaler zu 1 fl. 48 fr. angenommen. Sämmtlichcs Holz steht auf einer sehr guten Abfahrt nahe am Gießer Felde. Die Versteigerung nimmt präcis 8 Uhr ihren Anfang, und werden alsdann die weitern Bedin- gungen bekannt gemacht werden.

Großcnlindcn den 10. Juni 1836.

C. C. Franz.

579) Montag, den 20. Juni d. I., Nach­mittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Nathhaus 1) zwei Kleiderschränke, 2) eine Commode, 3) ein Tisch, 4) drei Stühle, 5) Kleidnng und

6) allerhand Küchengeräthschastcn, auf dem Wege der Hülfsvollstreckung öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen den 1. Juni 1836.

Gr. Hess. Stadtgericht. Müller.