D« Kett Kommerrienrach H ° fma n ir hat in einer Befckikwachmg we* loten e.JD?. em schreibe« §°n mk das ich an dic Mitglieder meiner MilitLrvertreknngS-Gesellschaft von 182b erließ, benutzt, um den ietzigen hiesigen MililärvertretnngS-Berein herabzusetzen.
So sehr leid es mir auch ist, daß sich Hr. Kommerzienrath Hofmann immer noch nicht darüber zufrieden stellen kann, daß er an mir einen Nebenbuhler gefunden hak, der ihm das Gleichgewicht halt, und so höchst ungern ich auch die öffentlichen Derhaudluugen in dieser Angelegenheit wieder anknupfe, so muß ich jene Bekanntmachung des Hrn. Hofmann dennoch beantworten, theüs um deryerttgen, die mir bisher ihr Zutrauen schenkten, Aufschluß über die Sache zu geben, und sie zu überzeugen, daß sie bei mir nicht gefährdet siud, theils weil ich hoffe, daß Hr. Kommerzienrath Hofmann nun endlich einmal einsehen wird, daß alle Mittel, mich zu unterdrücken, fruchtlos bleiben.
Der neue Angriff des'Hrn. Kommerzienrath Hofmann ist ur feder Beziehung verfehlt. Er will offenbar dem Publikum sagen: „seht! in Gießen wird bei 50 fl. Einlage nicht nur nichts gespart, son- „dern man kommt anch dort noch schlechter weg, als bei m ir, man thut asio anfgeeen ^all bester, wenn man bei mir einlcgt" und zu dem Ende- führt er an, waL in seiner Gesellschaft bisher nach gezahlt worden ist, wornach denn freilich 1826 bei mir mehr nachbezahlt werden mußte, als bet ihm. Mau erlaube mir aber anseiuander zu setzen, woher das kommt, man wird-sich dann überzeugen, daß cs bei dem hiesigen Militarvertretungs-Verein im Gegentheil noch wohlfeiler ist, als ber dem Darmstadter, daß also Hr. E. E. Hofmann schon in dieser Beziehung besser geth'an haben wurde, wenn er geschwiegen hatte. In meiner Gesellschaft von 1826 waren 17 Mitglieder (die von 18^7 zahlt 182) von denen 7 solche Nummern zogen, die vertreten werden mußten (eine 8te ist noch zweifelhaft). Es war also beinahe die Hälfte zu vertreten, und daß sich da der Bedarf der Kaffe nicht so herausstellt wie ihn Hr. E. EffHofman n berechuet, wenn % der Mitglieder unglücklich loost, ist ganz natürlich. Demohngeachtet erscheint die erforderliche Nachzahlung mit 36 fl. 29 kr. urcht hoch, denn ich tauschte nicht nur mehrere Nummern sehr vortheilhaft, sondern hatte auch von den 17 Mitgliedern nur 101 fl. Gebühren zu berechnen. Wollte nun Hr. E. E. Hofmann nachzeigen, daß die -eute, die bei mir einlegen, schlechter wegkommen als bei ihm; so hatte er auch nach;eigen mu st en, daß bei ihm weniger nachznzahlcn gewesen wäre, wenn seine Einrichtung 1826,hier bestanden hatte, das er nicht gethan hat. Ich behaupte nun gerade das Gegeutheil, und beweise dack schon durch dle^Gebuh- ren, die Kr. E. E. Hofmann an meiner Stelle bezogen haben würde. , dNeine Gebühren be.rügen von 17 Mitgliedern 101 fl. 38 kr. Hr. Hofmann würde dagegen von jedem Mitglrede bezogm haben 5 fl., zusammen also . . . . • » ♦ ♦ * * ck' -rn Z*
sodann von 1470 fl. 26 kr. als vom Bedarf der Kasse 5 pCt. also ohngefahr . . 74 fU ff^,rr.
mithin zusammen 158 fl. 30 kr.
Wo war es nun wohlfeiler 1826, bei mir oder bei Hrn. Kommerzienrath Hofnfann? — Daß die Mitglieder bei mir so unglücklich loosten, ist weder meine noch der Mitglieder schuld, eo gut also davon kein Schluß auf die Kostspieligkeit der Einrichtung, und davon, und nicht vom Glück oder Unglück ist doch hier nur die Rede. , , „ , r
Bedenken nun noch diejenigen, die dem gegenwärtigen hiesigen Vereine bettreteu wollen, daß hier nur 4 fl. 30 kr. vom Mitglicde und nur 3>/2 pCt. als Gebühren berechnet werden, und daß wir nicht minder einen großen Theil der Auslagen wirklich „aus unserer Tasche bezahlen, während Hr. Hofmann sich 5 fl. vom Mitglicde und 5 pCt. bezahlen laßt, und sich dabei die Einrichtung seines Vereines von den früheren Vereinen hat bezahlen lassen, U e tz t behaupteter immer, er bezahle alles aus seiner Tasche) so muß sich ja jeder von selcht überzeugen, daß er bei uns wohlfeiler durchkommt, als bei Hrn. Kommerzienrath Hofmann.
Uebrigcns freue ich mich, daß wir Hrn. E. E. Hofmann dahin georacht yabc«, ft.ite Einlage auch auf 50 fl. herunter zu setzen, obgleich er so entsetzlich gegen diese Summe eiferte, und glaube, daß wir uns dadurch ein wahres Verdienst um das Publikum erworben haoen, oenn den ..eruieren kommen unsere Gesellschaften mehr zu gut, als den Reichen, und wir schmeicheln UN), den ^ermeren die Möglichkeit verschafft zu haben , an den Wohlthaten des neuen Receutirungs-Gesetzes Theu nehmen ru können. Eben darin besteht der V ortheil von 50fl. Einlage, nicht aber m einer bestimmte« Er- svarniß. Diese Ersparniß liegt in der inner« Einrichtung — bei dem hiesigen Vereine namentlich darin, daß die Mitglieder hier weniger Gebühren zu bezahlen haben, als bei Hrn. E. E. Hofmann.


