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Ediktalladungcn. I.

Auf Requisition Großherzogl. Regie,' xungsamts allhier werden etwaige Gläubiger der Maria Margaretha Schäfern von Raun,' heim, welche nach Großrechtenbach im König­lich Preussischen überziehen null, aufgefor­dert , ihre Ansprüche binnen 3 Monaten bei unterzeichneter Gerichtsstelle anzuzeigen, wi­drigenfalls ihnen nach Ablauf dieser Frist keine Rechtshülfe mehr dahier geleistet wer­den kann.

Giessen den 1. März 1828.

Großherzogl. Hess. Stadtgericht.' M üller.

II.

Alle diejenigen, welche Forderungen . oder Ansprüche jeglicher Arc an den in Con- curv verfallenen Großherzogl. Revierförster Lupus zu Königsberg haben, werden aufge- fordert, solche im Liquidationstermine

Mittwoch den 30. April Vormittags 9 Uhr ,

der der unterzeichneten / mit der Leitung des Coneursverfahreusbeauftragten Gerichtsstelle anzuzeigen und richtig zu stellen , auch sich des Versuchs der Güte zu gewärtigen, so gewiß, als sonst, wenn ein gütliches Arran­gement zu Stande kommt, die bereits be­kannten Gläubiger als den Beschlüssen der Mehrheit beigetreten,. werden angesehen, die unbekannten aber, so wie alle Gläubiger ohne Unterschied, wenn jener Versuch fehl schlägt, von der Masse gänzlich werden aus­geschlossen werden.

Giessen den 24. Februar 1828.

Großherzogl. Hess. Stadtgericht. Müller.

Aufford erun g.

Melchior Dem, Balthasars Sohn, zu Watzenborn, nahm am 3tenIuny 1809 bei der Armenkasse zu Giessen ein Darlehn von 100 fl. auf. Dieses wurde in der Folge zu­rückbezahlt, die darüber ausgestellte Obli­gation konnte indessen nicht zurückgegcben

werden, weil dieselbe angeblich abhanden gekommen ist.

Indem man dieses zur öffentlichen Kenntniß bringt, fordert man alle diejeni­gen, welche allenfalls Ansprüche auf jene Obligation haben könnten, auf, diese so ge­wiß binnen acht Wochen zur Kcnncniß der unterzeichneten Behörde zu bringen, als sonst gedachte Obligation für mortifieirt er­klärt und in dem Hypothekenbuch gelöscht werden wird.

Giessen den 9. März 1828.

Großherzogl. Hess. Landgericht das. P l o ch.

Bekanntmachungen.

1 .) Auf Ansuchen der Erben des ver­storbenen Herrn Superintendenten Müller, soll Montag den 17ten März Nachmittags 2 Uhr 398,7 O Kl. oder 117 Rth. 11 Sch. Garten auf dem Gartenfeld, neben Rath- schöff Kempf, giebt 3 st. 29 fr. 3pf. Zins zur Rentei und den lO.Pftnnig, auf hiesi­gem Rathhaus öffentlich versteigert, oder, nachdem sich Liebhaber finden, auf mehrere Jahre verpachtet werden.

Giessen den 13.-März 1828.

Großherzogl. Hess. Stadtgericht. Müller.

2 .) Auf Ansuchen der hiesigen Schü­tzengesellschaft soll das derselben zustehende Schießhaus nebst Zugehör, jedoch ausschließ­lich der Stallung, Montags den 24ten d. M. Nachmittags 2. Uhr, auf dahiesigen» Rathhaus, unter den alsdann bekannt, zu machenden Bedingungen, auf lOIahre öf­fentlich meistbietend verpachtet werden.

Giessen den 12. März 1828.

Großherzogl. Hess. Stadtgericht. Müller.

3 .) Montag den 28. April Nachmit, tags 2Uhr, soll das dem Burgebund Schuh­machermeister Philipp Sclzer dahier zuste­hende halbe Wohnhaus und^ halbes Ställ­chen, nebst 9,2HI Kl., oder 2 Rth. 12©. Hofgrund, an Georg Felfiug, an der Wall-