und Nachrichten. LSr
soll. Ich gehe von dieser allgemeinen Feldeintheilung ab. Ich behaupt-, daß ein fleißiger Ackermann kein Brachfeld, oder deutlicher zu sagen, kein Ruhefeld, keine unbestellte Brache haben soll und muß. Je fleißiger und öfterer ein Acker gearbeitet wird, desto besser tragt derselbe. Im Schweiß deines Angesichts sollst du dein Brod essen. Hier ist meine Erfahrung:.
Meine Feldmark theile ich in zwey Theile; in dem ersten Theilodet- selben, welches auch das Winterfeld heissen kann, säe ich Wintersaat, Weitzen, Rocken, frühen £em rc. So bald diese Früchte eingeerndet sind, pflüge ich das Land um, und besäe solches mit weissen Rübensamen.
Das zweyte Feld hingegen bestelle ich mit Hülsenfrüchten, Gersten, Hafer, späten Lein, Toback, Kartoffeln rc. ich kann mit Bestellung dieser zweyer Felder so oft und so mannichlaltig abwcchftln, daß sich durch deren Abwechslung das Erdreich eher erftischen, als ermüden läßt. Ein fleißiger Stadtgärtner bestellet sein Gartenland in einem Jahre zu Zeiten mit drey. und viererlei) Früchten, und alle gerochen gut; dahingegen ütr faule Bauer sein Gartenland brach liegen , voller Quekcn wachsen laßt, höchstens mit etwas Braunenkohl bepflanzet, und lieber beständig auf seinem Musnapf und kalten Schalenbier liegt. Bey der gewöhnlich allgemeinen drey Feldeintheilung liegt das z te TheilFeld unnütz, höchstens wird davon die Hälfte besäet; ich habe also in sechs Jahren vier, höchstens sünf Erndtenj; bey meiner Eintheilung in zwey Felder, habe ich alle zwey Jahre drey Erndten, folglich in sechs Jahren neun Erndten. Mein Acker, welchem ich keine schädliche Ruhe gelassen, ist durch die öftere Bearbeitung, durch Pflügen, Eggen, und das bey den Rüben nvthwendige Hacken, locker und mürbe geworden. Mein Vieh hat nunmehro das eine ganze Feld, welches mit Rüben besaamet worden, zu seiner vollen Herbst-und größtenrheilS Winter - Staüfutterung. Bis Weihnachten füttere ich das Kraut von den Rüben, und da ich nicht weit von einer Stadt wohne, so verkaufe ich di« kleinen zum Essen , und die großen Rüben behalte ich zum Winter-Viehfukter. Da ich meinen Kühen gutes Futter gebenkan, so geben sie auch viel Milch, Butter, Käse; hiervon kann ich dem Stadt- und Manufakturmann abgeben, und meine Einnahme vermehren. Ich vermehre diese Einnahme noch ansehnlicher; ich verkaufe meine Hammel nicht, wenn seder verkauft; ich mache solche auch mit diesem Rüdenfukter zum Winter fett. Da ich also die Viehzucht als die isecle des Ackers verbessere, so kann cs demselben an der nötkigen Düngung nicht fehlen. Mei- m Nachdaren hingegen bleiben bey ihrer drey Felder-Einrheilung.; da sol-
Mm- che


