tSr Giesirscye wöchentlich, gemekrmützLge Anzeigen

che dm Acker mS dritte Feld größtentheilS brach und unbesätt liegen lassen, fonützeu sie den Dünger in die dritte Jahre nicht. Dessen Thcile, rod* che nach chymischen Grundsätzen in Oel und Saiz bestehen, und durch de* ren Mitcheilung das Getraide in seinem Wachsthum befördert werden muß, verdunsten und verlieren sich ohne Nutzen, sie entbehren dieser Vor­teile und leben mit ihrem Acker , mit ihrem Vieh, und mit sich selbst 'kümmerlich. Es hat den Anschein, daß bey dieser Verbesserung 'sich die Ausgabe vermehre; aber keincswegeS. Ich brauche nicht mehr Pferde auf meinen Ackerbau) zu halten, ich pflüge mein sWin- terfeld nicht mehrmal, als gewöhnlich. Der einzige Unterschied ist dieser. Bey meiner zwey Felder-Eintheilung pflüge ich das Winterfeld, wenn solches abgeerndtet worden, gleich um, das Land ist um dieseJahrs- zeit noch mürbe, ich nutze die frischen unterpflügten Stoppeln re. Mein Machbar pflüget sein Winterfeld bey seiner drey Felder-Eintheilung auch fyti, aber erst um Martini, nutzet solches in dieser ganzen Zeit nicht. Der 'Äcker wird, weiter so ruhen muß, hart und steif, verwächst, die Stop­peln werden durch daS Vieh abgetreten, verschleppet, und der Wind nimmt solche mit sich fort. Ich muß aber meine Rüben verhauen lassen , das braucht mein Nachbar nicht,das ist wahr, allein ich kann sobald Morgen lokker und mürbes, als einen Morgen hartes, steifes, verwachsenes Land umpflügen, welches auch aus dieser Ursache mehr geegget werden muß. Es kann mir-wiederum ein Einwurf gemacht werden, daß, da ich den Acker sogleich' nach der Abcrndtung umpfiügeke, ich dadurch die Vichwei. 'de schmälerte? Keinesweges. Mo Wintersaat gestanden hat, wächjt be­kanntlich wenig Gras, wo Flachs, solches ist ausgegätet, wo hingegen Rocken und Waizen gewachsen, diesen Acker lasse ich zwey Tage für die Schweine, und zwey Tage für die Schafe offen; Ueberdem muß ich hie- bey noch ansühren, daß, weil ich mein Land nicht ruhen und verwachsen lasse, auch wenig Gras und Unkraut zur Viehweide darauf wächst. Ich bemerke hiedey den Wunsch die Viehweiden zu verbessern, wovon einige Proben in dem rten und 4ten Stück der disjährigen gelehrten Beyträge angezeiget wor­den, und womit der Verfasser aus seinen eigenen Erfahrungen fortfahren wird.

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AvertifTement. 1 V

-Obschon unter dem r8ten Jul. a. pr. indem hiesigen Wochenblatt bekannt gemacht worden, daß wer eine gerichtliche Obligation hätte, sol-

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