nrrd Nachrichten. W

nen er selbst nicht stey ist, möchte doch dieser seinem Mßgnügen nicht ss vielen Raum gönnen, möchte man doch die Gelehrsamkeit, und die 2b if* senschaften nickt als Ursachen anfehen, womit man sich hmlanglich entschul­digen könnte, sich um die gemeinen Pflichten des bürgerlichen Lebens mcht bekümmert zu haben 1

Von Satzweiden uud deren vortheühaften Anpflanzungen .

Die Weiden sind ein sehr brauchbares Holz, das nrcht allein schnell wachst, sondern auch zur Feuerung und verschiedenenl Bedürfnisseni m 6a Wirthschaft und sonst, als zu Stangen, Pfahlen, fKeifiiabeiir Flechk-und Mmdwerck grossen Nutzen schafft. Sollte man nicht als» billig mehrer» Melk auf deren Anbau wenden, als noch geschi-h-k? Ich glaub- es, und alle fleißige Hauswirthe mit mit; aber ich höre von vielen die Klage fuh­ren: wir haben so und so viel Schock ausgestecrek, können aber nur weni­ge zahlen, die fortgekommen sind. Ich glaube es auch, und muß man­chem sagen, daß er selbst Schuld daran s-y. Die gemeine W-ise ist, daß man ein Psahleisen nimmt, und damit ein Loch in den festen Erdboden stößt, die Satzwcide rund herum wie einen Pfahl zuspitzet, und solche ill das gemachte koch , öfters kaum eine halbe Elle tief emstößk, oben ein we­nig mit dem Pfahleisen, oder dem B-ile festlchlagk, ohne sich zu beküm­mern , ob unten in dem gemachten koche eine Höhlung bleibt, wodurch die kuft eindringen, und die jungen Wurzeln auskrocknen kann. Die also gesetzte W-idenstamme schlagen zwar aus, so lange sie noch bei) sich selbst Saft haben, und so lange die von aussen ihnen zu statten kommend- Zeuch- tiakeit wahret, (welches auch wohl eine solch- Stang« thut, wenn sie äus­ser der Erde im Schatten liegt;) aber sobald das Erdreich ausgekrocknet ist, und durchdringende R-gen mangeln, welches meisientheils im Juniu« und Julius zeschiehet: so verdorren sie, werden von holzbedürftigen keuten weg- getragen , und folglich verliehet der Eigenthumer Holz und Mühe. Ich will daher eine nützlich- Anweisung für aufmerksame Hauswirthe hier ge­ben, wie mir der Anpflanzung und Wartung der Weiden umzugehen sey. ( Wenn die W-iden im Herbste geköpft werden, welches ich eben nicht miß­billige, so lasse man diej-nigen Stangen, di- sich zu Satzweiden schicken, bis ins folgende Frühjahr auf dm Weidenbaumen stehen. Es verstehet sich, daß man dazu fein gleich und glattgewachfene, die nicht m astig sind.