Ausgabe 
28.6.1768
 
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LsH Gies fische w5chttttl»'cd * §emeknn8tzig< Anzeigen denn wenigstens die Einwürfe nicht auf eine solche spöttische Art, wenn man auch gleich in der Vertheidigung selbst nicht anders als ernsthaft und Serad zu Werck gehen wollte? Dieses würde Leute, die an Spöttereym über die Religion gewohnt find, weit mehr überzeugen, als alle bisherige Gründe.

B. Daran zweifie ich. Wenn wir aber über die Feinde der Rett» Sion spotten wollten, so würden wir den meisten Lesern unverständlich seyn.

B- Einer unsrer besten Schriftsteller hat sich dieser Methode einmal so gar in einer Predigt im Vorbeygehn bedienet. Er sagt: man finnt al- lerley aus die Religion lächerlich zu machen: Reisen in unbekannte Südlän­der, Fabeln von Bienen und dergleichen. Wie leicht wäre es Fabeln von Tiegern, Eseln oder Affen auszudenken, um dl« Feinde der Religion ab* zubilden. Ist dieser Einfall nicht spöttisch genug?

A. Allerdings.

B. Aber wer versteht ihn, wenn man nicht weiß dafin einem gewis­sen englischen Buchr Fabeln von den Bienen betrttelt, die Religion her- umgenommen wird? Die Spötterepen über die Schrift find im Gegen, lheil verständlich, weil jedermann die Schrift gelesen hat. Wenn man aber Uber die Wiedersacher derselben auf die nemliche Art spotten wollte, somü, sie man voraussetzen daß alle Lebensumstande ihrer Verfasser, und alle Aus. drücke ihrer Schriften dem Leser eben so bekannt waren, als die Begebens Heiken und Redensarten der Schrift. Denn wiedrigenfalS verliehrru DL finmeichste Spöttereyen allen Werth, weil sie verLestr nicht genug versteht

A-Wie meynen sie das, was sie von den Lebeuöuwstanden de.' Schriftsteller gegen die Religion sagen? x

. B. Man könnte wenn man Voltaires Schicksale m eine Comödie zulammenzöge, ohne auf Zeit und Art Rücksicht zu nehmen, eben ein fofr ches lustiges Stück über ihn machen, alser überSaulWdDavid gemacht hat, wenn er anderst der Verfasser davon ist. Man könnte unzehliche Ausdrücke aus fernen andern Schriften zu Hülfe nehmen, ihnen durch die Anwendung eine andre höchst lächerliche Bedeutung geben, oder sie paro» klrrn. Meynen Sie nicht, daß dieses ein sehr lustiges Stück geben wür­de ? Aber wie vreke Leute würden die Feinheit dieser Spötterey w ßtehen.

» . Das ist wahr. Sein Lebenslauf enthalt ungemein viel Komi- Ms, das freylrch mchk zedermn bekannt ist. Aber wäre nicht genug,

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