Ausgabe 
28.6.1768
 
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rkt der Beweist. Bcy andern dierichtiger irrkheilea- machen sie ' Ä Eindruck, denn diese verlange Gründe.

- uöD dttgleichen haben Sie mcht darinnen gesunvent

B. Nein! ' * 7

A. Sie haben es also wohl mehr.als.einmal gelesen?

V. Nicht mehr als einmal: und das war vielleicht schon zu M.

A. Aber gestehen sie doch, daß er ferne Sachen mit vielem Witz und manchen neue» Wendungen angebracht hat.

B. DaS ist nicht zu leugnen, id) habe bey Stellen die nicht gar zu arg waren, zuweilen selbst gelacht: mich aber hernach betrübt, daß so vrei Witz und so viel Bosheit mit einander verbunden sind. In solchen wich» eigen Sachen als die Religion ist,',fordert man mit Recht Bescheidenheit Uüd Gründe.

A. Sollten aber seine Gründe in dem philosophischen Wörterbuch und in der Philosophie der Historie, die man ihm auch zu schreibt, nicht besser seyn ? Man weiss wohl daß die Gründlichkeit eben nicht gerad eint Nöthweudige Eigenschaft eines Gedichts ist.

B. Aber doch eines solchen Gedichts, das die Meynungen so vieler klüger und gelehrter Leute, an deren Richtigkeit ihnen ungemein viel gele- gen ist, gerad zu angreift. Und m den andern Büchern sind sie nicht bes­ser. Ich habe ihnen mehr als einmal gezeigt, wie oft diestlbige schon von andern gebraucht, und wie oft sie hinwiederum auch schon widerlegt wor- pen sind. Aber sie können sich nicht überwinden, solche Schriften die die Sache der Religion vertbeidigen, zu lesen.. >,

A. Ich könnte wohl , wenn sie alle so witzig und lustig geschrieben waren, als Diejenige worinnen die Relig on angefochten wird.

B. An witzigen Schritten fehlt es auch nicht gantz, wiewohl ihre An­zahl nicht sehr groS "ist- Lustig aber können sie ihrer Natur nach nicht seyn.

A. Warum nicht, da man ja gegen die Religion lustig schreiben kan?

B. Die Ernsthaftigkeit und Wichtigkeit der Sache verträgt keine lu­stige Einfälle: man würde die Religion noch mehrerer Verachtung ausfe­tzen , wenn man sie auf eine lustige Art, wodurch man sie eben gering­schätzig machen würde, vertheidigen wollte. '

A: Gut! aber man kan spotten, ohne einen lustigen Ton anzuneh- mv, wie Juvenal in seinen Satiren oft thut. Warum wiederlegt man

C e» denn