«Z7 Gieffrsche w-chemlich ^gemelttnötzige Attzeige» ten; alsdann gefallen Ke der Tugend und der Vernunft selbst- Siefew «ettdhafte Begierde zv gefallett wird charakterjsirt, nach ihrem Uv* jprung, Endzwecke, und Mitteln. Hierauf zeigt der Autor, daß em lasterhaftes Frauenzimmer selbst einer lasterhaften Mannsperson niemals ganz Sefaüen kann; und schließt endlich so: „Wie schön ist es für sie, (dastu- n gendhafte Weib) wenn sie mit Ueberzeugung von sich sagen kann: Ich 11 bin gebohren, das Glück eines Mannes zu machen , und ich erfülle mei- ii ne Bestimmung nach der Ordnung der Natur und des gesellschaftlichen „ Lebens! Ich gebe ihm an Anmuthund reinem Vergnügen zurück, was- >i ich von ihm an Wohlgewogenheit und Beschützung erhalte. Ich bin ii ihm den Rang schuldig, den er mir in dieser Wett giebt, die Bequem- ii lichkeit des Lebens, die er mir verschaff , die Wohlfarth seiner lieben ii Kinder, dieser kostbaren Pfander unsrer gegenseitigen Liebe, bin ich ihm n schuldig. Er aber hat mir sein Glück zu verdanken, meiner Sorgfalt n und meiner Begierde, ihm in allen Stücken zu gefallen, hat er die gu- n te -Ordnung in seinem Hause, und den süssen Frieden zu verdanken, ii den er im Schooße seiner Familie genießt, rc.
Der ll. Abschnitt handelt von der Freundschaft- Es wird eine Desondre Erklärung von der Freundschaft festgesetzt. Der Autor nennt sie eine Liebe ohne sinnliche Lust, und redet von dem Unterschiede zwischen ihr, Wd dem, was man gemeiniglich Liebe nennt. Nun redtervon der sinn- stchen Lust, und wie ferne sie statt hat. Alsdenn kömmt erauf die Freundschaft selbst, und zeigt erstlich ihre Voreherle. Nachdem er alle dieselben Durchgegangen ist, schließt er damit : „ Man findet also in der Freundschaft ti die Zuveckäßigkeit des guten Raths, die Nacheiferung des guten Bey- spiels, die Therlnehmung in unfern Schmerzen, den Beystand in un- fern Bedürfnissen , ohne erbeten, ohne.erwartet, oder erkauft zu seyn. „ Hernach schildert er ihren Charakter. Die Tugend ist das vornehmste Verdienst wahrer Freunde. Da der Autor vor der übereilten Wahl der Freunde warnet: so fügt er den Grund hinzu: „ Man muß bedenken, /, daß uns unsre Freunde charakterisiren; man sucht uns in ihnen; sie sind ein ,/,.Gemahlde von uns , das wir öffentlich aussetzen, und ein Bekenntnis ,, vor der Welt von dem, was wir sind. Man würde zittern , wenn if man Betrachtungen über das anstellen wollte, was man wagt, indem !! wan emen für seinen Freund ausgiebt. „ rc. Wahre Freunde müssen Don Leidenschaften frey seyn. „ Die Freundschaft eines Verliebten ist all- 5/ zu kalt, er kann sorgfältig und dienstfertig gegen uns sepn; aber er hat
h keine


