und Nachrichten»

. Aber ich kann mich nicht überreden, daß der Grund der ganHen Ge- jeuschaft zumal bey ihrer ersten Anlage ein bloses nichts gewesen sey und daß man der Welt, wie bey der Geschichte von den Vampyren, etwas wie man zu reden pflegt, habe aufbohren wollen. Die Gesellschaft würde längstens ausgegangen seyn und kluge Leute würden endlich mit der Spra­che herausgerückt seyn und gesagt haben, daß der Orden eine Art von Narr­heit sey, vermöge welcher man alle übrigen, die hieran nicht Theil genom­men, vor Narren halten und ihnen etwas zu reden und zu forschen geben wollte. Einige wenige Leute hätten wohl auf diesen Einfall kommen können. Daß aber so eine grose Menge von zum theil klugen und ernsthaften Män­nern, auf solchen Gedancken beharren, und was noch mehr ist, sich, wo nicht Mühe geben, wenigstens doch bereit finden lassen sollten, neue Mit- Slieder anzunehmen, wenn die gantze Sache nur ein Schertz einiger lusti, ger Leute wäre, das ist unbegreiflich.

Nein! es ist ein Geheimnis da, es mag auch seyn welches es will. Wenigstens ist es nach dem eignen Geständnis der Freymäurer gewiß, daß ein jedes Mitglied durch einen schr scharffen Eyd eine ewige Verschwie­genheit angeloben muß. Wofür bedienen sich vernünftige Leute solcher Um­schweife, wenn nicht ein Geheimnis darhinter steckt, wenn solches auch gleich den wenigsten Mitgliedern selbst sollte kund gethan werden? Denn es ist schon genug daß sie vorläufig eine völlige Verschwiegenheit angeloben; her­nach kann man sie, wenn man es vor rathsam findet, und ihre Verschwie­genheit genugsam geprüft hat, schon mit der Zeit weiter unterrichten. Den eben aus dieser Ursache sagt man wenigstens nicht einem jeden sogleich das Geheimnis, damit, wenn er allenfalls willens würde, abtrünnig zu wer­den, er noch nichts von dem eigentlichen Geheimniß weiß , und also nicht im Stande ist, die Gesellschaft zu verrathen, wenn er auch gleich wollte.

Ist ein blosser Schertz, vermöge dessen man die Welt zum besten haben will, keine hinlängliche Ursache, warum die Gesellschaft so geheim thut, so ist die Frage, was denn der Bewegungsgrund ihrer Heimlichkeit sey. Ist es, wie es nach ihrer Aussage fast scheinen möchte, eine blosse Verbindung verfchieyner Menschen, diejenige, die sich in ihre Gesellschaft bege­ben auf alle Art zu unterstützen, ihnen auszuhelfen , und atterkey Wercke der Wohlthütigkeik zu beweisen? Hiervon machen die Freymäurer ein gros­ses Aufheben. Aber warum macht man hieraus ein Geheimnis? Sind wir dieses nicht schon ohnedem nach der Natur verpflichtet? Wer wird

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