Ausgabe 
17.5.1768
 
Einzelbild herunterladen

vttd klttchrichteti. vfj

n Ich Möchte gerne wissen, was dieser Schurke vom Batt-k machen Er ich habe ihrer noch ganz andre gesehn, ich habe mehr als einmal die ganze Pracht des Himmels gesehn, uud ich kenne alles was die Hülle schreckli­ches hat. Ich werde diesen Schurken bezahlen, wie sichs gehört; ich bitt nicht ehrlich, wenn ich nicht Wort halte. Matte- näherte sich ihm, und als er ihn gebeten hatte, herauszugehn, so rief Roderich ziemlich hart; Sieh doch den schönen Einfall, den du gehabt hast.' denkst du da­durch meiner Gewalt, und dem Zorne des Königs zu entgehn? Aber glaube es nicht, Schelm , denn ich habe fest entschlossen, dich aufhangett zu lassen, oder ich will für einen unempfindlichen und einfältigen Teufel an- gesehn seyn. Matteo bat immer noch inständiger und anhaltender, allein Belfegor schimpfte und schmähte immer noch mehr, als zu vor. Doch alles dieses schreckte den Matteo nicht ab; denn ohne viel Zeit zu verlieh- ren, hob er seinen Hut in die Höhe, und in dem Augenblick siengen die Trommelschläger, die Waldhornisten, die Trompeter und die übrigenMu- sickanten ihre Musick an, und giengen auf das Theater los. Ueber dieftß seltsame Getöse schien Roderich ganz betäubt zu seyn , und man konnte hier sehn, daß eS Teufel giebt, die das Böse eben so fürchten, als die Menschen. Da er gar nicht begreifen konnte, was dieser ausserordentliche Lerm sagen wollte, so fragte er den Matteo um die Ursache. Der Bau­er, der wahrhaftig kein Schöps war, stellte sich, als wenn er ganz er­staunt wäre, und rief: Um des Himmels willen.' Mein lieber Rode­rich! Honesta kömmt, und sucht euch zu Paris auf.',, weiter sagte er nichts, allein man kann sich kaum vorstellen , in welche Unordnung dich vier oder fünf Worte den Roderich stürzten. Er verlohr seine Sinnen und seinen Verstand; und ohne zu überlegen; ohne irgend eine Betrachtung über das, was man ihm sagte, anzustellen, ohnezu bedenken, ob die Sa­che möglich oder wahrscheinlich wäre, und ohne ein einziges Wort von sich hören zu lassen, riß er sich aus dem Cörper der Prinzeßin; und wollte lieber wieder in die Hölle zurückkehren, um Rechnung von seinen Verrich­tungen abzulegen, als sich zum andernmale in die Sclaverey der Heyrath begeben , die ihm so vielen Abscheu, so viele Verachtung und so viele Gefahren verursacht hatte. So bald er in der Hölle angekommen war, so verlangte er Audienz; und in Gegenwart des Pluto, und der Staats- rarhe Aeacus, Minos, und RhadamantuS bekräftigte er alles, was die Seelen der Männer schon so oft gesagt hatten. Matteo hingegen, der feiner als der Teufel selbst war, kehrte mit einer ausserordentlichen Freude

U L wieder