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»rArf!^!n ^ti\",ccLn'e^t gelehst und angewendet, und nicht zu einer Ms trocknen geledrlen Kenntniß gemacht werden. Unter pieke Wissenschaften .pb'Iosophische und theologische Sittenlehre. Sie sollen uns alle mSm t”e.n!,r Wn GOtt, gegen uns und gegen unsre Neben- S?« r au6iuubcn haben, sie sollen un« die Ausübung derselben leicht zu b^°"^m,'S msier wahres Glück sehe» lassen, daS allein m der Tugend und der Religion besteht. Dieses ist also der groft End- un/ Wissenschaften führen sollen. Wird aber wohl der.
i«erden ksnnm, wenn man in den Schulen der Weisheit ™Q d un|ct Gedachkniß mit einem trocknen Register ron satzen und Regeln anfüllt, oder unfern Verstand allenfalls in Erklei- ®<w“i<rliu übenssucht, ohne das Herz zu rühren? Geschicht hi. eCu '"eisten Academieu etwas anders? Es ist freylich wahr, daß ♦wenöcr Religion und der Tugend erst mit unserm Verstände vegreyen und richtig einsehen müssen, ehe wir dieselben gehörig ausüben kön- nen, und bey einem Gelehrten wird besonders gefordert, daß er sse recht £ I* n' Hn£) Mündlich verstehen soll. Aber wenn man blos bei; die- Verstandes stehen bleibt, und nicht die Anwendung am unfern Willen macht, so wird man immer noch bey der grösten Ge- rT^"^^besserteS Herz behalten. Daher kommt es daß die meisten Gelehrten |o gleichgültig m der Religion zu seyn pflegen, weil sie glauben alles gethan zu haben, wenn sie das gründlich verstehen, was sie U o Trr ausjUüben suchen sollten. Wenn die Lehrer dem Verstand ihrer Zuhörer die Satze der Theologie und Moral nur einigermassen erklärt hatten, so sollten sie dieselben auch schon ihrem Herzen noch tiefer einzudrücken suchen. Da das Wesen derselben in der Ausübung besteht, so sollten sie auch nichts mehr als diese bey ihren Schu- dl-rn lu-rlangen bemüht seyn; sie sollten ihnen nicht allein philosophisch bewei- tugendhaft seyn müsten, wenn sie vernünftig handeln wollten, o^teu auch zur Tugend mit Nachdruck ermahnen, ihnen dieselbe als ihr^wahres Gluck mit io vieler Lebhaftigkeit des Vortrages, als es ihnen möglich wäre, vorstellen, und ihnen nicht nur einen gerechten Abscheu für dem Laster selbst, sondern auch für der Gleichgültigkeit in der Tugend bey n)UJt)/n *** erst die Wissenschaften rühmen können, den fromme Burger erziehen zu können, und der Welt rhr wahres Glück befördert zu haben. Allein man muß hem zu tage
noch


