Ausgabe 
15.3.1768
 
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wöchentlich-

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Dienfiags -en ifken Märtz. r?6r. ' '

Mit Hochfürstl.Hessen- Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.

YtTein Herrl

Sir haben, da ich vaS letztemal Mit meinem Freunde L.. bey ih- nen in der Stadt war, unter andern Unterredungen auch von der Abnahme vergüten Sitten, und verwahren Tugend unter den heutigen Gelehrten gebrochen. Sie und L . . haben nach ihrer ge­wöhnlichen ScharfstnnWit Vie Hauptursachen davon ausgesucht, unb ge­funden. Ich reifete damals gleich von Ihnen ab, und weil ich gantz allein war, und Herr zurück blieb, so dachte ich unterwegs wieder an das Gespräch, das wir bey Ihnen gehabt hatten. Es fiel mir hierbey noch ein Hauptgrund , wie ich glaube , ein, der Schuld an der grosen Gleich­gültigkeit in der Tugenv und der Religion unter Ven heutigen Gelehrten seyn mag. Weil wir uns nun w kurzem erst noch von diesem Gegen­stände unterredet haben, so wird das gleichsW eine Fortsetzung unftrs Ge­sprächs seyn, was ich Ihnen itzt sagen will»

Diejenigen Wissenschaften, welche uns die Pflichten lehren, zu denen wir verbunden sind; Wissenschaften die unfern Willen verbessern, die nicht so wohlden Verstand, und das Gedachtniß beschäftigen, als das Hertz bilden unv edler machen Mn; diese Wissenschaften , sage ich,Men auch zu ihrem

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