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Von den Fabn'quett.
Alle Vorschläge, die zur Verbesserung eines Landes abzielen? sind, so geringe sie auch scheinen mögen, der Achtsamkeit der grösten Manner um so mehr würdig, da diejenige, welche die Vorschläge zu thun pflegen, Senremiglich nicht im Stande sind, sie auszusühren. Unter die nützlichsten Vorschläge, die jemals geschehen, gehört derjenige, welchen wir letzthin von der Vermehrung der Fabriquen angeführt haben. Der Vortheil dieser Sache leuchtet von selbst ein, und es ist bekannt genug, daß die meisten deutschen Staaten, die sich vorundern in einem blühenden Zustand befinden, ihre Ausnahme und vielleicht den grösten Theil ihres Flors, der Anlegung und Verbesserung der Fabriquen und des Handels überhaupt zu dancken haben.
Hierbey aber müssen folgende Stücke in Betrachtung gezogen werden. Man muß die nöthigen Materialien in gehöriger Menge, Güte, und soviel möglich in dem Lande selbst, und in der Nahe haben können , damit die Kosten mit dem Aufrauffen und dem Transport nicht zu hoch laufen. Wenn man bev einem Eisenwerck die Eisensteine oder das Hotz zuvor viele Meilen weit herholen, oder bey einer Tuchfabrik die Wolle erst aus drey oder vier Herren Landern sammlen muß, was kommt da heraus Man sieht also daß hierbey auf die Beschaffenheit und Größe des Landes \ und die Lage der Fabrik weit mehr ankommt, als man gemeiniglich glaubt. Zum andern muß man Arbeiter haben können, die nicht nur die Sachen hinlänglich verstehen, sondern auch um einen billigen Preiß arbeiten , damit die Waaren in gehöriger Menge, als welches den Profit erst giebt, verfertigt werden können. Hierzu könnte man sich der meisten starcken Bettler bedienen, die vom Müßiggang oder Raub leben , und das Land unsicher machen. Aber hierzu gehören Arbeitshäuser, Aufseher und andre Anstalten, die freylich nicht ohne Kosten abgehen. Wenn der Staat sich der Sache selbst annimmt, oder die Entreprenneurs gehörig unterstützt, so ist dieses wohl noch zu thun. Doch ist es begreiflich, daß auch in diesem Stück Projette, die auf das Detail gehen , verfertigt werden müssen, wobey auf alle Umstande des Landes überhaupt, und insbesondre die Gegend, wo die Fabrik angelegt werden soll, Rücksicht zu nehmen ist. In Absicht auf die Entreprenneurs ist zu bemerken, daß man nicht jeden ver- lausnen Kerl sondern wo möglich Leute die ohnedem schon in dem Lande emgeseßen sind, annehmen muß. Jene haben gemeiniglich keine weitere Absicht, als sich eine Summe Geldes zusammen zu machen, und damit tu


