*ft Gies fische wöchentlich ♦ gemeknnStzige Anzeigen
Sogleich üfneten sich die Dächer, und wir konnten bis in die inner# Pen Zimmer der Häuser sehen. Ich wurde durch den Anblick so verschiede, «er Dinge ausserordentlich gerührt. Wer ist/fragte ich meinen Führer, jener ehrwürdige Mann, der auf der einen Seite, viel ich sehe, eine Bibel liegen und auf der andern eine Bouteille Wein stehen hat. Studitt /rr noch so spat? - An diesem Manne, antwortete der Teufel, ist nichts ehrwürdig, ausserdem Bauche; er ist zwar ein Geistlicher, allein er befördert unsre Sache mit eben dem Eifer, als Gottes Same. Heute war er auf einem Gastmal, wo er sich in allen Ehren ziemlich besoffen hat. Dieses hielte ihn ab, bey Tage auf die morgende Predigt zu studiren, welches tr deswegen itzt noch um Mitternacht thut; und ob er gleich vor Trunkenheit kaum mehr schreiben kann, so muß es doch bey einer Bouteille Wein geschehen. Er wird von der Mäßigkeit handeln, und ich bin versichert , daß seine Predigt ein Muster der geistlichen Beredsamkeit seyn wird. Wie ihn am vergangnen Sonntage Don Marco des Nachts bey seiner Gemahlin antraf, so hatte er eben den Vormittage zuvor eine solche rüh, rende Redender die Sünden der Unkeuschheitgehalten, daß sie gewis die grösten Coquetten zur Buffe würde gebracht haben, wenn diese nicht gewußt hatten, daß der Herr Pater spaßte. Dieses ist eins unsrer grösten Werkzeuge auf eurer Erde -
Sehet ihr, fuhr Asmod fort, dort ein Frauenzimmer, das?in imem elenden Hause vor der Thüre weint und pocht? Es ist die berühmte Donna prezrostr, die vor einigen Jahren das Wunder dieser Stadt war * - wie kommt eS denn, fiel ich dem Teufel in die Rede, daß ich sie in diesem Hause in einer solchen Positur sehe? < ♦ Das sollt Ihr gleich erfahren, ich will Euch ihre Geschichte kurz erzählen. Donna preziosa war eines königlichen Finanzraths Tochter, und eine von denje- mgen Närrinnen, die alle Mannspersonen für zu geringe halten, sie zu Mannern zu wählen, bis sie endlich für ihren Stolz auf das empfindlich, sie gchrafet werden. Donna prezrosa war aus einer vornehmen Fami- «e, und ihr Vater hatte ein groseS Vermögen durch allerhand Mittel erworben. Dieses machte sie desto aufgeblasener, und ihre Anbeter desto ver- rweifelter, jemals ihre Absicht zu erreichen. Sie hatte deren eine ziemliche Anzahl, lauter Leute von Stande, die ihre Liebe durch alles, was kostbar war, unterstützen konnten^ und die auch alles wagten, die Hand derDorw na zu erlangen. Allein umsonst.' wenn sich kein Prinz von königlichem Gebrure findet, sogiebrsie schwerlich eine Hand weg, die so viel sagen
will,


