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spiele von Thoren genug, die sich mit der grösten Muth gegen Gemälde von längst verstorbnen Verfassern empören würden, wenn sie Züge enthielten, woran man sie besonders kennen sollte. Ein Geitziger,- den ich sehr gut kenne, ist bey der Vorstellung des Harpagons noch immer sehr ruhig. Denner weis, daß er keine Kästchen in seinem Garten bewacht, daß er keine Lichter ausbläßt, oder gar in die Tasche steckt, und daß er nicht in Paris lebt. Allein Moliere hätte ihn nach Teutschland versetzen sollen, er hätte ihn vorsteüen sollen, wie er tausend Ursachen sucht , sein Gesinde, das in seinen Diensten treu und hungrig ein ganzes Jahr ausgehalten hat, noch vor dem Ende desselben mit einigem Recht forrjagen zu können, damit er ihnen den Lohn nicht geben darf-alsdenn hätte ihn ein solcher Eifer überfallen, daß mir für den Moliere bange geworden wäre.
Martial lacht über einen schlechten Poeten, der seine elenden Gedichte jedermann vorlaß; der, feineVerse in der Hand, die Leute bis auf die geheimsten Oerter verfolgte, und vor dessen Muse keine Freystatt heilig genug war. Neran ließt es, und lacht dabey. „ Ja, ein Poet - daS find gefährliche Creakuren - ich habe mich nie mit der Poesie beschäftigt - wie er so natürlich getroffen ist - wie er nachläuft, und vorließt - Ihr Poeten, welche Demüthigunq!,, Aber mein Herr Neran, es kam dem Martial auf ein Work an, so war sein Poet em Autor in Prosa. Nunmehr wird es zu beschwerlich seyn, den Leuten mit Quartanten und Folianten nachzulaufen, und vorzulesen. Sein prosaischer Narr wird also die Vorbeygehenden anfallen müssen, er wird ihnen seine Werke anpreisen, und flehentlich bitten, oder ungestüm drohen müssen, daß sie dieselben lesen sollten. Martial wird die Angst mahlen müssen, mit welcher sich der bekümmerte Autor Leser, Käufer oder Pränumeranten erbettelt, weil ihm sonst der unwillige Verleger die Unsterblichkeit auskündigen will. Er wird ihm die Lobreden aus der Tasche nehmen müssen, die er auf sich selbst gemacht hat, und womit er die Welt hintergehn will * * Warum kommen Sie auf einmal in diesen Eifer, Herr Neran? Sie haben über den Poeten gelacht, und können sich über den Autor entrüsten? - Was vorher eine unschuldige Satyre war^, wird nun eine ehrenrührige Schmähung, und der gesittete Martial ein strafbarer PasquiüaM wie ungerecht Herr Neran!
Von dem berühmten Fresser Clreon sagt Brüyere weiter nichts, als daß er nur zwo grose Verrichtungen in der Welt hatte, zu Mittage und zu Abend zu essen ; daß er nM WN -SHen ? die dchin einschlugen;


