Ausgabe 
10.5.1768
 
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Md'besto besser für dett Matteo der |bep dieser Gelegenheit eine reiche Wdte kW Mustek' Alte Mittel, welche die Mönche gebrauchten, woll­te'» nichts sagens Sie wandten alles, was sie nm wußten, vergebens an; der-Teufet wollte den Ort nicht anders verlassen, als auf das Wort deS Hans Matteo der Mm vor diesem so gute Dienste erzeigt hatte. Der König erfuhr unterdessen , was in Florenz zugegangen war, und ließ deu' MüSttö an Höf koinmen, welcher auch die Princeßin glücklich cu* tfrtty nachdeln er zuvor einige kleine Umstände beobachtet, und erliche Ce- remonien gemacht hatte, blos um das Geheimniß zu verbergen. Dom Roderich aber hielt ihm noch vorher, ehe er herausgieng, folgende Rede, so wie die alte Chronik erzählt: Du siehst wohl, Matteo, daß ich dir Wort gehaltenbist in Zukunft ein reicher Mann; du kaust nun nach demem Gefallen lebe»< und deswegen glaube ich auch, wenn ich nicht irre, daß ich nun meine Schuld abgetragen habe. Hüte dich nun ja künftighin Nicht mehr bör mich zu kommen, denn ich will dir sonsten hernach eben so viel Uebels anthun als ich dir vorher Gutes gethan habe: zweifle gar nicht da­ran. Matteo, der sehr reich nach Florenz zurückgekehrt war (denn er hatte Mehr als fünfzig tausend Ducaten vom König in Neapel bekommen) fflnn nün darauf,-wie er seine Reichthümer recht ruhig geniessen wollte, und dachte nicht, daß ihm Roderich noch Verdrüßlichkeiten machen soll­te. Allein die Neuigkeiten, die man aus Frankreich erhielt, baß eine von den Töchtem Ludwigs des VII. besessen wäre, vereitelten alle seine Absich­ten. Dieses war auch fähig genug, einen Matteo in Schrecken zu setzen, dem die Gewalt eines so grosen Prinzen nicht unbekannt war, und der sich zugleich an die letzten Worte des Roderichs genau errinnerte. Da der Kö­nig nun kein Mittel für einen so seltnen Zufall fand, und erfahren hatte, wie viel Matteo vermochte, so schickte er gleich einen Courier an ihn ab, und ließ ihn bitten, nach Paris zu kommen. Aber Matteo schützte ich weis nicht was für Ursachen vor, die ihm das Mittel benähmen, bey die- ftr Gelegenheit Jhro Majestät seine Dienste zu bezeigen; der König war al­so gezwungen, an seine Herrschaft zu schreiben, die ihn zwang, nach Pa­ris zu reisen. Als er daselbst sehr bekümmert angekommen war, und noch voller Ungewißheit, wie er das verrichten sollte, was man von ihm ver- kangte, so sagte er zum König, daß es wohl seine Richtigkeit hätte, daß er ehedem einige Besessene geheilt , aber deswegen dürfte man nicht glau­ben, daß er alle Biftssene emiren könnte, die ihm nur vorkämen; zumal dy es manchmal Teufel gäbe, die- von einet so böse» GelyüthSart wären, 'daß