Ausgabe 
2.2.1768
 
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J und Nachrichten. 37

wie man alle begangne Thorheiten und Laster wieder gut machen soll. Die­ses Mittel läßt sich auch recht artig bey vielen schlechten Schriften gebrau­chen. Man setze nemlich das beste von denselben, nemlich das Motto aus einem alten Autor, das sonst bey dem Anfang stand, an das Ende. Und so wird alles witzig werden, weil das Ende witzig gewesen ist. Ich will es einmal versuchen, damit ich nur sehe, ob es auch gut läßt."

Si quid inexpertum fcenae commiuis, & audes Perfonam formare n warn: fervetur ad imum -

ho rat. Art. poet.

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Abhandlung einiger öfters vor^ommenden gefahrlr> ; chen Pferdekrankheiren und deren Remedur

zum Besten des Landmanns.

Ob es gleich an guten und brauchbaren Pferdebüchern, worinnen nützliche Recepte für Pferde befindlich sind, nicht ermangeln mag, so rech­ne ich mir doch zur Schuldigkeit an, da dergleichen Bücher dem Landmann und Schmidtcn kaum bekannt sind, viel weniger zu Händen kommen, diesen zum Besten des Publici herausgcgebenen öffentlichen Blättern meine Erfahrung, welche ich nunmehro seit etlichen zwanzig Jahren in Pferdekrank- heiten und deren Euren gemacht, zu inseriren; und da dieses bloß für die­jenigen publicirt wird, welche sich genöthiget sehen Pferde zu halten, und selbige öfters Unwissenden zu der Cur zu überlassen, so will ich nöthiger Kürze halber nur einige derer gefährlichsten Krankheiten ohne Demonstra­tion aus der Pferdeanatonu'e hier anführen, worunter denn wohl die ge­fährlichste und öfters vorkommende tödtliche Krankheit des sogenannten Feibels, Würmerbeissens, und Darmgicht, welches die meisten zuconfun- Diren pflegen, am ersten vorzunehmen sind. Sobald nun ein Pferd der­gleichen Anwandlungen bekommt, wovon es sehr schnell überfallen wird, zeigen sich folgende Merkmale: Das Pferd thut ängstlich, versagt das Futter, fängt an sich öfters zu wälzen, man spuhret an demselben, beson­ders in dem Hals, innerliche Hitze, die Ohren erkalten, der sogenannte und allen Schmieden bekannte Feibel an dem Halse neben denen Kinneba- cken schwillt auf, das Pferd kann weder misten noch stallen. Diese Zu­fälle werden von denen meisten vor Wirkungen des Feibels gehalten. "Je ängstlicher sich das Pferd durch öfters Niederlegen/ WiederquMingenund

Es Wälzen