. und Nachrichten.' 35 i
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«i äbgebcn, so wie sie uns in den gngesühittil medicinischen Blattern be«. tannt fleinacb^roiuL H Monnkb Junius ab , und zwar nach
Vorschrift des -Herrn Agnan noch vor Aufgang der Sonne»pflückt die Blatter vog- den Stengeln und trocknet sie zwischen Papier im Schatten« die Stengel wirst man nicht als unnsstz weg, sondern kocht sse im Wasser dis sie ganz weich sind. Dieses. Wasser gießt man durch em lmneneS Tuch, damit die gekochten Stengel zurückbleiben, und fängt es noch em« mal an zu kochen, bis die Hälfte ohngefähr eingekocht ist. Alsdenn bemässet man die trocknen Meliffenblätter hiermit, und wenn solches gische« hen, so trocknet man sie wieder von neuem nn Schatten, doch nicht zssgar siark, damit Vie Blätter Nicht zu Pulver zerrieben werden , sondern geschmeidig bleiben, um jedes Blatt besonders, wie der chrnestiche UM M panische Thee, desto besser, zusammen zu drehen, oder in Rolle», wie den Toback, zu formen. Diese Rollen aber desto besser zu machen , so legt man die Blätter auf eine Serviette ein über das andere bis zu einen hal< bcti ftnfi hoch, rollet die Servisttelum die Dsätterzusammeri'und ümwin« bet- hte- Koste fest.mft, Bindfaden. ,, Die in der Serviette entlMemn Blätter lässt man alsdenn an einen trockenen Orte gleichfalls im Schatten, als auf dem Ofen oder, Kamine recht trockne». Nach Verlauf von -wen oder drey Monaten kann man di- umgewundenen Bindfaden lostn^ unb die Meliffenrolien in trocknen Kästchen oder Schachteln .bis zum Ge« broud) wohl verwahren. .
Herr Agnan ist, wie leicht zu denken,^außerordentlich für diesen The- eingenommen, wie man dieses von einem Erfinder, zumal von.einem Franzosen nicht anders vermuthen kann, und rühmt ihn vorzüglich, durch vielfältige Erfahrung vergewissert, als ein urintreibendes und Wurmmittel, welches besonders im Podagra, Nierenstein, Kröpfen, Geschwüren- Vapeurs und einigen andern Frauenzimmerkrankheiten Wunder tW soll , imgleichen daß er auch durch seine stärkende Kraft dem Magen und Ges härmen ungemein wohl bekomme. Wir wollen billiger denken, und nicht einmal die Hälfte der von Herrn Agnan angegebenen Eigenschaften von diesem Thee verlangen , welche er uns überreden will, sondern mit wenigem zufrieden seyn, die aber doch eine unpartheyische und von allen Vorurtherr len befreyte Erfahrung bestärket. Die gelobte urintteibende Kraft hat dieser Thee ohne Zweifel von dem warmen Wasser, welches leicht die Canäle unserö Körpers durchwandert und geschwind wieder abgesondert wird;


