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Wartung ungemein gut fortkommt, auch sich sehr stark vermehret. Auch der von dieser Pflanze zubereitete Thee hat einen angenehmen aromatischen und balsamischen Geruch, der nur der besten Sorte des chinesischen Thees eigen ist; der Geschmack ist ganz und gar nicht unangenehm. Ich erinnere mich schon vor etlichen Jahren zu Göttingen Thee von dieser Pflanze- welche in dem dortigen akademischen Garten häufig wuchs, getrunken zu haben, welcher meiner Zunge, die alles das, was nach Arzeney riecht und schmeckt, sonst verabscheuet, nicht unangenehm war.
Wir sind nicht so arm an Gewachsen, welche wir zum Thee gebrauchen könnten, ob ich gleich zum täglichen Gebrauch keinen Krautetthcean- rathen will, welchen man leicht müde werden würde zu trinken. Ich weis gar wohl, daß man zum ordinairen Thee keine solche Pflanze verlanget, die einen widrigen Geruch und Geschmack hat, oder welche auch zu viele Und zu starke Arzeneykräfte besitzet, man liebt vielmehr einen solchen Thee, welcher einen gelinden herben und zusammenziehenden Geschmack und einen gemäßigten aromatischen balsamischen Geruch hat. Hofmann rühmt den Ehrenpreis , eine zum Thee sich bereits legitimirte Pflanze, eben so sehr wie Gohl in den AH. med. Berolinenf. Vol. 11. p. i$o. sein Teuerrum verum, Gottfried Thomasius die grünen Blatter der wilden Rpsen, Cour. Barthold Behrens die Salbey, und andere die Chamapykis, Waldmeister, Pfirschenblätter, Schlüsselblumen, Melisse rc. Fast alle diese itzt genannten Pflanzen empfehlen sich besonders durch die oben angeführten genschaften, die ein zum täglichen Gebrauch bestimmter Thee haben muß, vorzüglich aber die zuletzt genannte, die Melisse. Jedermann kennet diese Pflanze und ihren angenehmen Geruch, welcher sich nicht, auch wenn sie getrocknet ist, so leicht verlieret, ob er gleich etwas geschwächte wird, und . den Aerzten ist die gelinde blähungtreibende und nervenstärkende Krast dieser Pflanze nicht unbekannt. Ich kenne verschiedene Personen, die sich der.- selben vor beständig zum Thce bedienen, und fürtreflich wohl mit diesem zufrieden sind. In Frankreich ist sie ungemem bekannt, und zwar unter den Namen von Thee de France, von welcher Zubereitung Herr Agnan Erfinder seyn will. Die Gazette ftlutaire vom Jahr 1764- Nro. 4. giebt uns eine kleine Nachricht von der Zubereitung der Blätter dieser Pflanze zum Thee, welche die Kräfte dieses Getränkes noch mehr erhöhet. Da \ ich an der guten Aufnahme dieses weniger kostbaren Thees, der dem chme- fischen in vielen Stücken gleich kommt, wo nicht gar übertrift, bey eini* stn wm wrntzsten nicht LwstM darf, so will ich kmtzlich ZuhMtungs- grt


