Ausgabe 
1.11.1768
 
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j$4 Giejsische w§chentlrch--gemeLttnützLge Attzetzen

6ie* aber, vermöge welcher eS Geschwüre heilen soll , ist noch wohl im Zweifel zu ziehen. A!S eine Aromatische und stärkende Pflanze aber be- trachttt, hat ste allerdings eine dem Magen und Gedärmen heilsameWür- kung, welche aber doch noch weit stärker seyn würde, wenn sie das warme Wässer nicht so sehr verminderte. Was wollen wir aber mehr von einem Thee, Hessen wir uns täglich bedienen, verlangm, große Arzeneykräfte können, wir von einem solchen Getränke nicht erwarten.

In Ansehung der Zubereitung muß ich doch noch einige Erinnerung ?;en machen, welche, nicht gantz und gar unnütz seyn werden. Es ist be- annt, daß diese Pflanze, wenn sie abgebrochen ist , leicht schwarz wird, und zwar desto eher f wenn sie,an einem dumpfigten, unreinen und feuchi teu Orte, oder auch zu dicke über,einander liegt. Um aber dieses zu verg Meiden, so wäre mein geringer Rath dieser, daß man sie je eher je lieber trocknete, und also nicht in den Schatten, sondern an einen solchen Ort ftgte, wohin die Sonnenhitze am stärksten kommen könnte. Es bleiben glsdenn die Blätter weit grüner, zumal wenn man die Plärrer nicht klum- venweise liegen läßt, damit die Wärme ast allen Orten gleich stark kmrch- dringen kann. Anstatt große Rollen zu machen , kannte es schon mir' dem bloßen Zusammenrollen der Blätter sein Bewenden haben , weil jene, wenn sie ja noch inwendig, etwas feucht sind , und nicht recht genau ver­wahret werden, leichter verderben , und einen unangenehmen schimlichten Geruch annehmen, auch ausserdem schwarz werden können , welches nicht fb leicht von einzeln zusammengerollten Blattern zu befürchten ist. Wem das Zusamchendrehen der einzelnen Blätter zu weitläustig seyn sollte, der kann auch der Mühe überhoben seyn, weil es kein wesentliches Stück der Zubereitung selbst ist, und nut die trocknen Blätter mit dem aus den Stengeln zubereiteten Dekokt benetzen, und zum Trocknen an die Sonne legen, welche die Blätter ausserdem schon zusammenrollt.- Es ist nicht tvahrschemlich, daß die auf diese Art getrockneten Melissenblätter mehr würksames verliehren werden, als wenn nach des Erfinders Methode ver­fahren Wird, im Gcgentheil wollte ich wohl behaupten , daß das Trock­nen an der Sonne der im Schatten weit vorzuziehen sey, weil sie geschwin- Yer geschehet, und also die Pflanzen nicht so leicht verderben können.

Diefrr ofoitt-Diele hoffen tnrb Mühe anzuschaffen ist, auch wahrhafte Vortheile vor dem, chinesischen Thee, so wie wir ihn haben, zum voraus hüt £ so Habs' ich Mache Höffen, daß er gleichfalls so guten BeOK stMWrde/ 'M WWMtoffN,-tvevMüS vermuthe ich keine r( £ andere