Ausgabe 
29.9.1767
 
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>">d Nachrichten.

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wurde immer diel lieber meinen Abschied genviMen, als mich in ei­nen Zweykampf eingelassen haben. Denn warum sollte ich mid> / tute meine heiligsten Pflichten in eine augenscheinliche Gefahr begeben/entwe­der mein eignes Leben auf ein- so widersinnische Weise zu verlieren ,X einen andern ohne hinlängliche Ursache zu ermorden. Das Leben eine« Menschen ist in meinen Augen immer von einem viel grösern W-rrb stn, als daß ich es für so gering hätte achten sollen. Man muß niemand tödten, noch sich in offenbahre Lebensgefahr begeben, wenn es nicht die wichkigst- Pflicht ^fordert. Um einer Handvoll Ehre willen einem das? , den nehmen, oder sich selbst umbringen lassen, das ist gewis bäckst unver. nünstig, und es läßt sich auf keine Weise entschuldigestC '' unser*

Siebe, mein lieber Friedrich, dies sind meine Gesinnungen «andern Duell. Du wirst es ohne mein Erinnern glauben, daß ich hier nickt hi, Sprache eines Feigen rede, der die Duelle deswegen verdammt, weil er »ck für einem entblößten Degen entsetzet, oder das Sausen einer Kuael nickt vertragen kann. Ich rede ganz offenherzig mit dir, wie ich denke =in rw-Y und sunsjig Jahren, die ich meinem Könige gedient hab-, muß man doch wohl Muth genug bekommen haben, sich nicht mehr für Kuaeln und Degen zu fürchten Es kommt nur alles darauf an, daß man bey allen andern Gelegenheiten Beweise von seiner Unerschrockenheit und Tavserkeie oblest, und wenn es die Pflicht haben will, weder Gesundheit noch Leben schonet; wenn man dieses thut; so kann man ohne Gefahr der Sckand- jeden Duell ausschlagen und doch ein rechtschafner Soldat bleiben Als mich d-r Herrr von K * *, weil ich ihm war vorgezogen worden', rum Duell aufforderte ; so berichtete ich es an den König und meldete ihm aam ausdrücklich, daß ich nie gesonnen war«, mich in irgend ein Duell ein-u- lassen, es mochte auch daraus entstehen, was wollte. Ich wäre so lehr von der Schändlichkeit eines Duells überzeugt, daß ich ungleich lieber um meine dimidion unterthänigst bitten, als entweder einen Freund er­morden oder selbst auf eine unrühmliche Art ums Leben kommen wollt- Niemand hätte über mein Leben zu befehlen, als G0tt und des Könias Majestät, und wenn diese wollten, so würde ich noch heute mit eben der Unerschrockenheit und dem freudigen Mukhe sterben , womit lieb bisher au« Siebe zu meinem Vaterlande offenbaren Lebensgefahren entgegen geaanaen wäre. Mick aber in ein Duell einzuiaffen , trüge ich großes Ä n ,n>o ich nicht einen ausdrücklichen Befehl von Seiner Majestät desfalls er, Vielte. K. -c. Der König -rtheilt- mir hierauf eine jehr giiädige Antwort,

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