SN-Nachn'chrm. Ükt
- feine Rede alt diese Ggenschastck -ak» keiiier einhigcn Reqe! zuwider Mciuff: deswegen ist sie Noch nicht schön- redmrifch'Und witzig. Ader sie ist ■ doch vernünftig und mittelmäsig: mehr kann man natürlicherweise nicht fordern; und welch ein Glück würde es seyn- wenn alle Prediger nur auf Die* *feW reden könnten!
Hieraus erhellen zugleich die Mittel wodurch man zu dieser Geschicklichkeit gelangen kan. Man erlerne die dem Prediger nöthiüe und zum^heii erzählte Wiffmschasten in der gehörigen -Ordnung und umfange. Man übe feine Vernunft und seinen Geschmack fein fieißig durch allerley dattungM-von Schriften, darinnen eine gute Schreibart herrscht. Man lese die Redner des Alterthums und fremder Nationen eben sowohl als die einheimische, damit der Geschmack allgemeingenug, wird: man lese sie mehr 'als einmahl mit der gehörigen Achtsamkeit, und setze diesen die Regeln welche grose Manner,die selbst Redner gewesen, hiNttrlassen, und mitBev- fpielen bestarckt haben, hinzu: weil sie einen grosen Vorzug für dem theoretischen und mageren Geschwätz vieler Homileten haben, und bedencke hierbep daß die wahre Regeln ^r Beredsamkeit unter allen Nationen, Sprachen und Arten von Reden emerley sind, und geistliche Reden blos durch einig? wenige Zufälligkeiten etwas besonders an sich haben. Dieser Regetn ve- darff man so gar viel nicht, und die unnatürliche Künsteleyen der meistes Homileten kan man gantz entbehren. Alles beruht auf einem guten Verstand, einem in gehöriger -Ordnung anhaltenden Fleiß, einer hinlänglichen Belesenheit in den Wercken des guten Geschmacks und einer fortgesetzten Hebung in eignen Aufsätzen, die män selbst und strenge beurtheilen muß, welche Arbeit aber, jemehr wir gute Sachen gelesen haben zimmer leichter wird. Dieses sind die natürliche Mittel ein mittelmasiger Redner zu wer* den. Alle andre Künste sind überfiüßig und unzulänglich. Aber man muß auch alsdenn,. wenn man die hohe Schule schon verlassen, und wohl bereits im Amt stehet., fein ©tüDireo <b<<r fortsetzen und mehreren Fleiß auf feine Arbeiten wenden, als viele gemächliche Schwätzer für gut finden Man muß immer wohl bedenken, daß eS eben keine fo ganz leichte Sache sey, eine ftdöne und erbauliche Predigt selbst zu verfertigen. Un& überhaupt sind mir yie Leute ein Gräm!, die sich mit einer so unverschämten Leichtsinnigkeit rühmen,'daß sie zur Verfertigung ihrer Predigten nicht mehr als einige (gfunücn Seit m5ti)ig find Praiereien, wodurch
sich wenigstens bey mir niemand cmpfielti Denn ich sehe sie immer als sehr deutliche Versichewvtzen an^vaß der Har in seinem Amte ziemlich
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