Ausgabe 
19.5.1767
 
Einzelbild herunterladen

mrd Nachrichten i$t

kktheilet, haltet sie nicht auf, sondern reichet sie ihnen entgegen, damit dasjenige Metall ununterbrochen aus der Erde gewonnen werden kan, welches zum Wohlstände und allgemeinen Besten so unumgänglich noth- wendig ist.

.. . Sülche baulustige Gewerkfcbaftett werden sich ungemein verdient Wd?e M'muth machen, die ihr Brod in Scheidhäusem, Puchen, schen verdienen kan. Danket es denen Bergleuten, Ihr Unterthanen, daß sie sich bis zu der Hülle Vorgemach wagen, um eure Eitelkeiten befördern zu helfen.

DaS ist eigentlich der wahre Nutzen für die Unterthanen, wenn zc>. oder 40. Stamme'Holtz ür eine Grube gebracht werden, die nicht allein dem Durchlauchtigsten Landes-Herrn bezahlt, sondern wobey auch noch L bis $000. ff fremd Geld ins Land gebracht, und von denen Arbei­tern verzehret werden. O wichtige Vortheile!

Schaffet und arbeitet demnach getrost, ihr Knappen, damit ihr den gehenden des Durchlauchtigsten Landes-Herrn schichtlich vermehret, und eurer Gewerkschaft eine reiche Ausbeute gewinnet; machet Wasscr< falle, bauet Puchen und Hütten; schmelzet, brennet fein Silber, damit gcpraget werden kan, denn es ist Noch; machet Gar-Kupfer, verkaufet cs, und 'bringet dergestalt fremd Geld in euer Land. Eure Nachkommen­schaft wird es mit Danck erkennen. Ob ihr gleich keine Meißnische, Har- zische, Ungarische und andere reiche Gänge erschrodet; ey.' so habt ihr doch Hoffnung , ein Erz in geringerer Mase und Gehalt zu gewinnen. Schüre ftt, treibet Schächte, Stöllen, Strecken und Oerter; teuffet Gesenke ti>, damit ihr der Erde ihre Reichthümer abjaget, die mit ihrem Daseyn die Gesellschaft glücklich machen, sonst aber den Entzwek uns zu dienen nicht erreichen, wenn sie verborgen und verlohren bleiben. Niemalen aber kuxet ohne Grund. Ihr Herrn Berg-Osficiantcn, bauet niemals auS titeln Ruhm und Interesse. Machet keine leere Projekte und Lufft- Ichlffc, damit Ihr Euch der Beschuldigungen künfftig entziehet; bauet nach besten Wissen und Gewissen, nicht eigensinnig und ohne Raifon. Ihr Herrn Forstbediente aber, sehet zu, daß Ihr die ledigen Platze, wel­che die Bergleute durch Aushauung der Grubenbaustamme gemacht und machen, bebauet und besaamet. Nehmet Taglöhner zusammen, und fahr pet auf die frischen Erdstöcke an, bevor Mann und Stock faul wird, da denn der Schade dreyfach ist. Wann alsdenn kein Plätzgcn mehr leer ist; ey, so stürzet die Berglöcher zu, uyd bepstanzet die Hatten mit Tan- x ; U * nm,