Ausgabe 
17.2.1767
 
Einzelbild herunterladen

tztttzkrE ttnd r^achn'chtett- M fz

Helt, nicht zu erhalten steht, auf den Beyfall der mehresten gerichtet seyn (§. y ). ...Es ist also ein-Zeichen der göttlichen Weisheit, daß die Schrift, in Astronomischen und andern ihren Zeiten unglaublichen Wahrheiten op­tisch rede (dch >i.).- Das Verhalten Gottes wird, wenn eine Offenbah- rung.auf alle gehet, von Gründen bestimmet, welche, aus allen Menschm genommen sind, und es ist hier das Unbegreißiche norhwendig. In fo fern sie also als eine Handlung Gottes, die auf alle Menschen gehet, be­trachtet wird, muß, sie unbegreifliches; und in so fern sie nach ihrem Jnnhalt betrachtet wird, kann sie unbegreifliches enthalten,.§.7.7.). Das ist a priori klar. Es-kunn kein endlicher Geist ohne Geheimnisse seyn, und der vollkommenste endlicheGeist hat die mehreste Geheimnisse (Schol.). Es ist also thöricht, und geg.n die Vernunft, eine Offenbahrung wegen ihrer Ge­heimnisse zu verwerfen. Nun geht der Verfasser zu den Vernunftwahr­helten fort, welche der andern Quelle von Einwürfen entgegen gefetztt wer­den muffen. . Er zeigt wie eine allgemeine angenommene Religion schon a prion nicht wahrscheinlich zu deneken fty. Dieses wird durch die Lehre von der sittlichen Grosse des Geistes bestätigt; und die Gestalt einer bey- nahe allgemein angenommenen Religion nach dem Geschmack der Men­schen vorgestellt (§.'8-10 ». Wie also die Menge derer, welche einer Re­ligion zugethan sind, kein Beweis von deren Wahrheit ist; so ist auch die wringe Anzahl derselben kein Beweis gegen dieselbe; und es ist weder ver- nünftig, aus dem Urtheil der mehresten einen Grund der Annehmung oder Verwerfung einer Religion zu nehmen, noch auch in itziger Verhältniß der verschiedenen Religionen möglich. Man hat allezeit das Urtheil der meh­resten gegen sich , man wähle welche Religion man wolle, oder man wäh­le auch gar keine. Dieses lehret die Historie und Geographie (§. uti Nun.liefert der V. die Warheiten, welche dem dritten falschen Grundsatz entgegen gesetzt werden, und beweißt aus hinlänglichen Gründen, daß es so gar eine Empfehlung der Heiligkeit einer Religion sey, wenn die Laster ihrer Bekenner welche NB. bey keiner andern Religion lächerlich seyn wür­den, in differ lächerlich sind. Dann dieses weißt auf die in die Augen fal­lende Disharmonie mit den Lehrsätzen (§.14.15.), r Wer die Schriften der Religions-Feinde kennt, der weis, daß diese einen grofen Triumph darinn suchen, daß sie die Laster der in der Schrift und KirchemHistorie vorkommenden Personen lächerlich machen. Nachdem nun der V. das, was sich in gegenwärtiger Lage von Dingen fcent vernunftmäsigen Ver­halten gegen eine geoffenbatte Religion entgegen, stellen, kann, removi-

G - reu