Ausgabe 
17.2.1767
 
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fn Giesttch« »vSchmtllch gemeinnützige Anzeigen ft * e

Da des hiesigen Stadt- und Burg - Predigers, Herrn I. G. G. Schwarz D-ffert. de habiru homm. ad religiooem veuelatam, davon wir, !ob- gleich ohne Recension, schon eine Anzeige gethan, einem oder dem andern Feind eine Gelegenheit gewesen, den Verfasser anzugreifen; so wollen Wir den Jnnhalt dieser Schrift vor Äugen legen. Der V. betrachtet das Verhältnis eines Menschen gegen eine übernarürlicve Offenbahrung. Er pramiktiret allezeit das, woraus das folgende verstanden wird; und zeigtarr seinem Ort negarweund poliriue, wie man sich in Verwerfung und Anneh- niung emerOffenbarung zu verhalten habe. Bey dem ersten hat er die gewöhn­lichsten falschen Grundsätze vor Augen, welche von dem vernunfrmasigen Weg abzulencken suchen. Dese sind die, wodurch die Feinde der Wahr­heit die christliche Religion am häufigsten zu bestreiken suchen. Sie setzen ihr nämlich, das unbegreistiche, den Mangel ihrer Allgemeinheit und die Laster ihrer Bekenner, ja der in der Schrift voikommenden Personen ent­gegen. Man sehe $. 22. Schol. und 1 Schob Diesen setzt der V. Wahrheiten der Vernunft entgegen, und zwar nach ersterwähnter Ord­nung. Eme übernatürliche Offenbahrung kann nach den zwo Bestim­mungen betrachtet werden, in sofern sie nähmt cb als eine Offenbahrung/ und in sofern sie als eine übernatürliche Offenbahrung angesehen wird.

Hieraus werden die gewöhnliche Kennzeichen gefolgert, und mit einigen Emschränckungen vorgekragen. Ferner kann man, bey emcr überuattirlichen Offenbahrung, auf die Sachen oder ouf Denmodum reue- Idioms sehen. (§. r ). Erstere sind §. «. berührt, und eine weitläufsige- re Abhandlung davon gehöret nicht zu gegenwärtiger Absicht. Eme Of- stnbahrung geschiehet, entweder um den Veyfali einiger/ oder aller Men­schen zu erhalten (^. 3 X Im erstem Fall ist es genug, wenn sie mit sol­chen Zeichen ihrer Göttlichkeit begleitet wird, woraus diejenigen, welche ihren unmittelbaren Beyfall geben sollen, ihre Göttlichkeit ichliesen können, und es ist nicht zu fodern, daß diese Zeichen auf alle Menschen gerichtet feyen. Dieses ist angewendet auf einige Begebenheiten des A. T., als z. E-auf das Zeichen, welches Gideon durch den Thau gemacht wurde; am die Begebenheit an.dem Sonnenzeiger lAhas u. s. w. (Schol.). Sie muß ferner in diesem Fall, so viel es die göttliche Eigenschaften.erlauben, hem Geschmack und der Denkungs-Art der Menschen gemäs seyn (§.4). Hieraus werden dieThaten Simsons, und die symbolische Handlungen der Propheten begreistich vorgestellt (Schol.). Gehet aber eine Offenbahrung auf alle, so muß sie, wenn aller Beyfall, wegen Misbrauch der Fery-

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