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W zu tbw dich gegen jederman grosmAhig zu bezeigen und deine Ge­burt durch einen unerträglichen Hochmuth nicht zu beschimpfen.

Der junge Crispin fleht andre ehrliche und weit würdigere Leute kaum - Über die, Achsel an , will in allen Gesellschaften das Wort führen und ver­langt von jederman eben d e Ehrerbietung, die man sonst kaum einem Minister erzeigt. Und warum ? Blos weil sein Herr Vater ein sehr angesehner Mann ist und eine sehr wichtige Rotte spielt. Leander begegnete ihm neulich und machte ihm ein etwas kaltflnnigeS Compliment- So gleich nahm er eine stolze Mine an und ließ ihn darin ganz deutlich lden schrecklichen Gedanken lesen: „ Weißt du nicht, daß ich deS vornehmen Crispins Sohn bin, der e> dir auf so mancherlei) Art schaden kann? „ Wenn der junge Crifpm nur ein wenig kluger und bescheidener wäre; so könnte er sich die vortheilhafte Umstände, worinn sein Herr Vater lebt, sehr zu Nutze machen. Jeder­man würde ihn hochachten und sich um seine Freundschaft bewerben. Aber Crifptn ist allzu sehr von dem Glanze verblendet, der seine Familie umgiebt. Die dicken Nebel, die seinen Verstand noch umschweben, wo!-^ len sich auch nicht zerstreuen. Und was das schlimmste ist ; so sucht er die ehrlichsten Leute, denen man eben.nicht immer zumuthen kann, daß sie sich für einem so hochmüthigen jungen Gecken immer sehr tief bücken sollten, bey feinem Herrn Vater zu verleumden, so bald sie mcht in tiefer Ehrfurcht vor ihm zerfliessen wollen. Deswegen fliehet ihn jederman als einen aufge­blasenen und gefährlichen Menschen - -O wenn er doch nur bedächte, daß die Leute, die ihn in dieser Stunde auf den Händen tragen, in der andern Stunde wirklich verachten, daß ihm diejenige, die ihm jetzt so sehr liebkosen und tausend Schmeicheleien sagen, im Herzen gram sind und ihn für einen schlechten und niederträchtigen Menschen halten; wenn er doch nur bedäch­te, daß man ihm so viele Freundschaft und Höflichkeit erzeige, nicht weil er es durch seine Aufführung verdient sondern weil sein Vater ein sehr viel bedeutender Mann ist, wenn er nur bedächte, daß die Sachen bald eiyr andere Gestalt gewinnen können, daß sein Vater sterben, in Ungnade fal­len oder auf eine andre Art von seiner Höhe herab gestürzt werden könne; wenn er nur dieses alles bedächte, könnte er wohl alsdann noch so stolz aus seine Familie seyn ? Ich bedaure dich zum voraus, Crrspm, wenn du den Tod deines Vaters erlebst. O wie wird man dich alsdann für deinen gegenwärtigen Hochmuth, wodurch du dir so viele Feinde machst, auf ei­lte sehr empfindliche. Art demüthigen. Denke nicht, daß man dich alsdann noch zu allen Feierlichkeiten/ zu allen Schmausen und Lustbarkeiten einla­den