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mit der G-schlchke ihre» eignen Hauses erlttatern, Zusätze m dem Ruhme per 3brigcn crbicbten und jeder Handlung derselben durch erlogene »ortheil« halte Umstände einen desto grösern Werth beyzulcgen suchen. Kurz, un« sre Gesellschaften wimmeln von Leuten, die sich mit ihrer Familie brüsten, uns mit den Verdiensten ihrer Anverwandten unterhalten , und sich mit fremden Vorzügen schmücken, vermuthlich weil sie besürchten, man möchte sonst, allzu wenig Hochachtungswürdiges an ihnen selb» finden. Gölte nicht dieser Familienstölz eine Hauptursache seyn, warum so wenige Leute angenehme und erträgliche Gesellschafter sind?

Wer wird gern mit dem lTlicansr in Gesellschaft seyn? Wenn Lleaneh mit ihm reden will; so sieht er sicherst um, ob es auch wohl te* mand in der Gesellschaft wahrnehmen möchte, daß er sich mit einem f» schlechten Menschen abgebe. Undwenn er ja so gnädig ist, sich mit je« mand von freien Stücken in eine Unterredung einzulassen, so wird rnan un« fehlbar am Ende nichts weiter wissen, als daß kktcanor von einem sehr alten adlichen Geschlechte abstamme. Von dieser Lieblings. Materie ist er so voll, daß er stchs ein für allemahl in den Kopf gesetzt hat, keinem Adln Men aus dem W-ge zu gehen, undwenn er auch mit einer ganz unüber« sehbaren Reihe von Ahnen prangte. Ob er sich gleich gegen alle bürget« liche Leute wie der Frosch in der Fabel brüstet; so giebt er sich doch noch lieber mit ihnen ab, als mit den neugeschlagenen Rittern. Mit diesen hak er nun vollends eben das grosmüthige Mitleiden, das der Tartar «Cha» mit allen übrigen Königen der Erde hat, der, wenn er sich erst recht satt an Pferdefleisch gegessen und an Pserdemilch getrunken hat, ein Säuhorn blasen und allen Potentaten des Erdbodens verkündigen läßt , daß ihnen nun auch erlaubt sei), ein gleiches zu thun. - Lerne doch, Nicansr, daß der Adel erst seinen schönsten Glanz von der Bescheidenheit empfängt und sey nicht stolz auf Dinge, die der verachtcteste Bettler eben so gut, wie Du, besitzen könnte, wenn seine Eltern aus adlichem Blute entsprossen wä« ren. Sitze in Zukunft nicht mehr so steif und aufgeblasen neben den Bür« gerlichen und setze dich nicht so weit über die neuen Edelleute hinaus, de« ren Familie vielleicht in hundert Jahren, wo man die deinige schon lange vergessen hat, erst recht zu blühen anfängt. Und wer weis, ob nicht man­cher Bürgerlicher,, auf den du mit so verachtenden Blicken herabsiehst, weit mehr Verstand, einen viel bessern Witz, ein viel schöneres Herz hat and der Welt ungleich nützlicher und unentbehrlicher ist, als do. ; Dein Adel, Nrcanor, 'st sine Losung, die dich auffovert grose und edle Tha«

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