Ausgabe 
14.4.1767
 
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Em endlicher Verstand mliß weichen;

Dies einzusebn ist er zu klein Der Liede Wunder zu erreichen Muß man, was GOtt ist, sechsten styn»

Nie könnt es Sterblichen gelingen, . GOtt solch ein Opfer darzubringen, Noch ein so groses Lösegeld.

Nur Ihm, nur Ihm ist §6 gelungen;

Er l)dt des Satans Reich bezwungen Der Friedesürst, der starke Held.

Er hak dem Tod die Macht genommen, Von ewgen Qualen uns befreyt;

Danckt, danckt Ihm, ihr erlößten Frommen, <

Dem Schöpfer eurer Seligkeit.

Eilt, Völcker, eilet, baut Altäre, Auf! bringet Danck, auf.' bringet Ehre Dem, der für euch am Creutze stirbt. Seht dort sein Vlut erbarmend stiessen; Ach! tretket nicht dich Blut mit Füssen, Das euch ein ewigs Heil erwirbt.

Dann wann der Bau der Welt verschmachtet Im Feuer, dann wird über den, Der dieses theüre Blut verachtet. Ein schreckliches Gericht ergehn.

Von Höflichkeiten, welche am unrechten Errt angebracht werden.

Die Höflichkeit ist eine Tugend, welche bey Leuten, deren Stand über das gemeine Volck nur ein wenig erhaben ist, als eine notwendige Eigenschaft betrachtet werden kan. Es gehöret aber auch Verstand und Geist dazu, wenn wir uns durch dieselbe empfehlen, oder sie als ein Mit­tel gebrauchen wollen, unsre Absichten zu erreichen , oder sie wenigstes nicht am unrechten Ort anbringen wollen.

Marull hat eine sehr schlechte Erziehung gehabt. Die Manieren ge­sitteter Leute sind ihm cheils unbekant, theils eine Aergerniß. G^gcn den

P r Marull