44 Gr'effrschewöchentliche gemeinnützige Anzeigen
hen Bohnen. Er war gröstentheils gummiartig, hatte eine unangenehme gelblichgrüne Farbe, und fetten süßlichen Geschmack, aber einen bittern Nachgeschmack. Um die Würkuugen, die er in dem Körper hervorbringen könte, zu erforschen, nahm ich des Morgens nüchtern zwölf Gran davon. Weil es ganz unthätig war, so nahm ich des andern Tages noch einmal so viel, den dritten Tag dreymal so viel, und den vierten Tag zwo Drachmen, und beständig blieb er unwürksam. Einige meiner Freunde haben diese Versuche mit gleichem Erfolge wiederholt. Jch^ röstete darauf etwas von diesem Safte, um ihn in dem Zustande kennen zu lernen, in welchem wir ihn im gemeinen Leben brauchen. Er kochete auf wie Zucker, dampfte sehr wenig, färbte sich hellbraun, behielt beynahe seinen vorigen Geschmack gänzlich, und blieb eben so unwürksam.
Ich legte andere Bohnen in abgezogenen Weingeist, und ließ es einige Tage stehen. Der Weingeist färbte sich ein wenig gelb, und behielt seinen Geschmack unverändert. Ich mischte eine Drachme davon unter sechs Drachmen Wasser, und die Vermischung färbte sich grün. Das Harz, das nach der Verdunstung des Weingeists zurück blieb, schmeckte viel bitterer als das Gummi, und betrug der Bohnen. Im Rösten roch es stärker, und nahm einen Geschmack an, der dem Geschmack der gebrauten Coffeebohnen viel ähnlicher war.
Ich goß reines Wasser über ein halb Pfund Bohnen, und ließ es die Nacht hindurch stehen. Den folgenden Morgen sah es f) oberwärts dunkelgrün, und unterwärts gelb aus. Es roch und schmeckte, wie ich es vorhin beschrieben habe. An den Bohnen bemerkte ich, daß ihr Kenn über eine Linie weit heraus getrieben war. Ich Hub dieses gefärbte Wasser auf: und schüttete frisches zu den Bohnen. Dies wiederholte ich so lange, bis das Wasser nicht mehr gefärbt wurde. Darauf goß ich alles zusammen , und kochte es ein. Auf der Oberfläche entstand im Kochen beständig ein; meergrüner Schaum, der abgeschöpft und getrocknet aus lauter gefärbten irdischen Theilchen bestand, die weder Geschmack noch Geruch hakten, aber doch die vornehmste Ursache der grünen Farbe in der Brühe gewesen waren, welches man schon daraus erkennen konte, daß die grüne
Farbe
5) Diese grüne Farbe gefallt dem Mge fo sehr, daß sie vielleicht kente, die in der Farbekunst sind, zu Färbereyen anzuwcnden, verlange»
mochte». Ich küii ihnen aber versichern, ohne viele Gründe anzusührcn, daß sie sich nicht einmal voMalern statt des gemeinen Eastgrüns gebrauchen laßt,


