Ausgabe 
10.2.1767
 
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und Nachrichten-

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t MN (helfe der Furche anfangt, innwendig voll Erhöhungen und Vertie. fungen um den Rucken der Bohne herumgehet, und endlich auf der Vlat­ten Flache mit dem zartem d) nierensörmigen Körper verbunden ist. Ei­ne schwammichke Haut umgiebt diese Schale von der Furche an allenthal­ben au, ihrer inner» Flache, und hangt mit ihr durch unzahliche zarte Ge- faßeben zusammen. Ich glaube, daß sie die Wahrung, die sie aus den Saströhrern des Blumenstiels erhalt, der ganzen Bohne zuführt Die Schale und der nierenförmige Körper bestehen aus zwo Substanzen, die man mit den Substanzen des Gehirns vergleichen könte; wenigstens ist die äussere nicht so zart, wie die innere. Der nierenförmige Körper ist am zartesten und hat den stärksten Geschmack. Jede einzelne Bohn- hat eine« e) Keim, der sich an ihrer ober« Spitze auf dem Rücken in der innere Substanz der Schale, die ich beschrieben habe, anfängt.

^zch bitte meine £efer, daß sie mir diese Ausschweifung, die mir zur genauere Erzählung meiner Versuche nothwendig schien, vergeben.

Ich goß kochendes Wasser über ein halb Pfund achte martinikische Coffeebohnen , und fobach es sich gelb gefärbt hatte, schüttete ich es in em anderes Gefäß ab. Die Dünste, die diese gelbe Brühe ausdampste, hatten de» Geruch, der den rohen Coffebohnen eigen ist, und die Brübe schmeckte, wie wenn man rohen Coffee kauet. Ich Hub die Hälfte der Brühe auf, um dre Veränderungen zu beobachten, in welche sie nach und nach für sich selbst übergehen würde. Sie stand s Tage an einem war­men Orte, ohne daß sich etwas auf dem Bode» des Gefässes setzte, und ohne baß ich die geringste Spur der Gährung entdecken konte. Nur et­was weniges war ausgcdunstet, und am Rande des Gefässes klebten ruiid umher einige gummiartige Theile, welche in dem ausgedunsteten auf. gelösit gewesen waren, und nun oberwärts meergrün, rmterwärts aber saftgrün ausiahen. Wenn ein Tropfen dieser gelben Brühe auf dem Pa­pier austrocknete, so ließ er nur einen schmutzig weissen Fleck zurück: wenn ich mehrere tropfen auf eben diese Stelle fallen ließ, so wurden sie ausae- trocknet auch grün. Ich trank etliche Unzen von der frische» Brühe, und empfand feine Wirkungen davon. Das übrige ließ ich über einem gelin­den F-uer bis zur Honigdicke einkochen. Das flüchtige Saiz, das die wassmgken Dunste mit sich in die Höhe führte, hatte wenig befonder s, und ich achmeke es beym Kochen beständig ohne Schaden ein. Der ho­nigdicke Saft, zudem ich die Brühe eingekocht hatte, betrug/, der ro-

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d) Corculum, e) RoQcllum & plumula.