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Mein JEsus setzte dieses heilige Mahl als ein Denkmal seines Toder und als eine Urkunde von seiner göttlichen Sendung, und zwar kurz vor feinem Tode, ein» Er befahl seinen Jüngern^ die er nun bald verlassen mußte, daß sie dieses Mahl beständig und zur Erinnerung seines Todes geniesen sollten. Beydes bezeugt die heilige Schrift mit den deutlichsten Worten. Wir wissen auch ganz zuverlässig, daß die Jünger, gleich nach der Auffahrt ihres göttlichen Lehrers zu seinem himmlischen Vater, den Befehl desselben ausgeführt und dieses gesegnete Abendmal sehr oft, ja fast in allen ihren einnutthigen Versamlungen zum Gedächtnis desselben genos­sen haben, und daß dieser Befehl in der ganzen christlichen Kirche bis auf den heutigen Tag ununterbrochen und unaufhörlich ist befolgt worden. Was folgt hieraus? Nicht allein dieses, daß das heilige Abendmal eben so alt als das Christenthum selbst sey, sondern daß auch vermöge der Einse­tzung und beständigen Fortdauer desselben die Wahrheit unsrer Religion ganz unumstöslich gewis seyn müsse.

Erstlich beweißt dieses Denkmal der Liebe JEsu daß er wahrhaftig eine göttliche Person müsse gewesen seyn. Denn er hätte sonst, da er noch in völliger Freyheit war, seinen Tod und alle Umstände dieses Todes nicht vorher sehen können. Er hätte auch die gottlosen und abscheulichen An­schläge seiner Feinde wider ihn, und alles, was sie zu seinem Untergang be­schlossen hatten, nicht voraus wissen können. Er wußte aber jeden Gedanken ihres Herzens, er wußte die Art und die Stunde seines Todes. Deswe­gen setzte er das heilige Abendmal ein, damit sich alle, die es empfingen, erinnern möchten, daß er der wahre Versöhner Gottes gewesen sey, der sein Blut zum Heile der Sünden habe vergiesen lassen.

Zweitens sieht man aus dieser Stiftung, daß der Tod des Versöh­ners ein vollkommen freywilliger Tod war. Denn als JEsus mit seinen Jüngern zu Tische saß, und bas Brod nahm und es ihnen gab, damit sie es auch in Zukunft, wenn er sie würde verlassen haben, zu seinem Ge­dächtnisse essen sollten, und den Kelch ihnen ebenfals reichte, damit sie ihn beständig zu seinem Gedächtnis trinken sollten, war er noch auser aller Ge­fahr. Er hätte dazumal noch in andre Gegenden fliehen und durch diese Flucht allen Nachstellungen seiner Feinde entgehen könne, wenn er nicht Der wahre von GOtt verheisene Messias und Der eingebohrne geliebte Sohn des Allerhöchsten gewesen wäre. Allein er war wirklich der Gottmensch, der in die Welt hatte kommen sollen. Und als dieser würde es ihm zwar leicht gewesen seyn, alle seine Feinde zu Boden zu werfen. Aber er bedien-

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