Ausgabe 
1.4.1766
 
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wöchentlich-

WWW DMiW Kchrichte«.

Dienstags dm iun April 1766.

Mit Hochfürst!. Hessen-Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis»

Der gröste Theil unsrer Leser bestehet zwar schwerlich in Predigern: Aber wir hoffen doch, daß gegenwärtiger Vorschlag von der Verbesse­rung deS Vortrags, ven doch jeder Zuhörer lieber gut als schlecht wünschen wird, und welcher keine gemeine und trivialische Regeln, sondern verschiedne neue Gedanken enthalt, nicht mißfallen werde. Er ist uns von einem bekannten Gelehrten in unsrer Gegend zuge- schickt worden.

(AAbgleich in der protestantischen Kirche die heilige Schrift in jedermanns Händen ist, so ist doch gewis, daß die wenigsten Leute zum Lesen derselben hinlänglich angeführt werden. Die meisten Prediger glau­ben genug gethan zu haben, wenn sie ihnen zeigen, wie man bey einer jeden Stelle, oder gar bey einem jeden Wort einen erbaulichen Gedan­ken haben könne: da man doch vielmehr darauf bedacht seyn solte, ihren Wortverstand, der für allen weithergeholten frommen Einfällen einen unend­lichen Vorzug hat, zu erleichtern.

Die erste Predigten waren ganz kurtze Erweckungs Reden, zu denen die Gelegenheit von einem besonder» Fall z. E. von dem Todt eines Mär- rprers hergenommen wurde. Nach und nach verband man damit denu»-

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