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Verfolg des Unterrichts von Pflege »nd Wartung des Accacien Baums.
Die andre Art dieser Bäume zu nutzen ist, daß man sie nach 3 Jahren köpfen läßt. Wenn solches im Märzen geschiehet, so wird manes im May fast nicht gewahr, denn sie treiben in 2 Monaten wieder so Diel Zweige, daß sie reiäM) Schatten geben i sie wachsen stärker; die Krone wird schöner, und der Schaft des Baums nimmt auch davon zu. Der Schaft wird zwar nicht länger; dahingegen, wenn man sie nicht köpfet, man sie so hoch ziehen kann, als man will, in welchem Fall man die untern Aeste abnimmt, und nur den geradesten Zweig, der aus dem Schaft gehet, stehen läßt. Allein ich setze hier die Zierde des Baums bey Seite, und sehe bloß auf den Nutzen, den man sich davon schaffen kann. Man muß ihn nöth- wendiger Weise köpfen, wenn man das zum Weinbau nöthige Holz von demselben nehmen will. Man hat so viel Wein in dieser Provinz angelegt, daß es zu verwundern ist, wie man so wenig bedacht ist, dasjenige anzuschaffen was doch dazu so nöthig ist. Darunter gehören hauptsächlich Stangen und Pfähle, welche unter denen Kosten des Weinbaues einen beträchtlichen Theil ausmachen. Denn ohne Pfähle und Geländer können sich die Weinstöcke nicht erhalten, und die Trauben kommen nicht zur Reife. Wenig Arten vom Wein können der Stützen entbehren. Man braucht zwar hierzu mancherlei) Holtz, allein das von Accacien übertrift alles andre an Güte, und hat die Fehler der andern Arten von Holze nicht. Der Accacien-^um wächst im hitzigsten und unfruchtbarsten Boden sehr geschwinde; je mehr man ihn abhauet, je mehr treibt er wieder je mehr vermehrt er sich. Diese Eigenschaft hat er vor andern zum voraus. Die Pfähle aus dem Kern dieses Holzes dauren länger als alle andre, sie biegen sich nicht, sie brechen nicht, sie sind gerade und leicht, wenn sie trocken find. Ich habe gefunden, daß sie nach 6 Jahren, da ich sie gebraucht, so lang und ganz geblieben, wie sie anfangs gewesen. Sie verfaulen nicht so leicht in der Erde. Man brauchet sie nicht aufs neue zu spitzen oder zuzuhacken, wodurch viel Zeit ersparet wird.
Man siehet leicht, daß diese Art, die Accacien-Bäume zu behandeln, mehr einträgt, als die erste. Je älter der Baum wird, je mehr Aeste giebt er zu Pfählen und Stangen, je stärker nnd länger werden sie iti weniger Zeit. Dergleichen Plantagen haben mHt nöthig, so sorgfältig oder gar mit einem Graben verwahret zu werden. Diese Bäume werden nicht von Würmen angegriffen. Diese Thiere beschädigen sie nicht, indem sie
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