37* Giesifcht w§chmt!ich-semeittttötzrge Anzeigen gethan hat. Nach des Verlegers Tod wurde dieses Werk Macukatur und Der daraufgebaute geheime Rath blieb Secretair.
Em Bruder dieses Seeretairs, der auf eine bekannte Universität zog, nahm mich mit, um mich wie damals seine Absicht war, zu gebrauchen. Allem ich stunde zwey ganzer Jahre, ehe er eine Zeile aus mir schrieb. Wenn er einen Brief um Geld schrieb, denn dieses war das einzige, was er schrieb, so lehnte er das Dintenfaß bey seinem Hauöwirth, einem ge- kehrten Manne, zudem er sich mehr wegen seiner artigen Tochter, als wegen seines nützlichen Umgangs, logiert hakte. Einsmalen aber machte er wirklich Anstalten zu schreiben. Er ließ Dinken kommen und ich erstaunte. Denn ichvermuthete gleich, daß es Sachen von Wichtigkeit seyn müßten. Er schrieb verschiedene wunderliche Carakteren auf ein Blatt, und befahl der Aufwärterin, daß sie solches unter die Stallthüre begraben sollte. Ich wußte anfänglich nicht, was ich denken sollte. Aber endlich erfuhr ich das Räthfel. Mein Besitzer hatte die Wirklichkeit der Hexen und Zauberer behauptet, worüber aber der Gelehrte nur lachte. Um diesen durch ldie Erfahrung zu überzeugen, spielte er folgenden Streich. Er gieng alle Morgend eine Stunde vor Tag in des gelehrten Hauswirths Stall, worin derselbige, (welches gewis ein rares Erempel ist) verschiedene frischmelkende Kühe hatte, welche ihm wirklich mehr eintrugen, als alle seine Wissen schäften. Er molk die Kühe rein aus, und wenn die Magd , welche erst hernach kam, keine Milch fand, so schrie sie über Hexerey. Der Gelehrte lachte zwar anfänglich, da ihn aber doch der Handel zu lange dauerte, indem der Student-das Spiel eine geraume Zeit fortsetzte, so fieng er endlich an, so gelehrt er immer war, die Sage von den Zaubereyen mchtmehr für so unglaublich zu halten. Er sprach verschiedentlich cun Tisch davon und der Student triumphierte nicht wenig. Man fieng endlich an, sich nach Gegenmitteln zu erkundigen. Es war aber alles vergebens, bis der Student nach vielen geheimnisvollen Minen den Hausherrn allein nahm, und ihn versicherte, daß er ein Mittel für die Hexereyen wüßte. Dieser nahm alles an: der Student schrieb obigen Zettel, den man wirklich unter die Stallthüre begraben ließ. Er that seine Wirkung; den andern Morgend gieng der Student nicht hin zu melken, und di> Kübe gaben ihre Mich, wie zuvor. Er wiederhohlke den Streich zu unterschiedlichen Feiten, und überzeugte eben dadurch den Gelehrten haudgreißich von der Wahrheit, daß es wirklich Hexen und Zauberer gebe. Dich Tbat des
Studerr-


