Ausgabe 
18.3.1766
 
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sie bfmm könnten, die Stücke oder Schwache ihrer Fähigkeit ttttd ihren Trieb, etwas zu erforschen, zu prüfen.

r ) Kann selbst die Materie der Rathsel nützlich und unfrei* Kenntnis würdig seyn. Man kann dadurch etwas bemerken kernen, das man sonst an einer Sache nicht wahrgenommen, oder doch gar nicht in Betrachtung gezogen hat. Sie können also ein Mittel werden, unsre Kenntnis zu er­weitern, weil sie unsre Aufmerksamkeit auf das richten, was wir sonst der­selben nicht wehrt geachtet, oder woran wir wohl nicht einmal würden ge­dacht haben.

z) Können sie dienen, eine Hochachtung gegen Dinge zu erwecken die uns geringe scheinen; wenn sie uns nemlich auf Eigenschaften und Wirkungen derselben führen, die ihnen einen gewissen Werth geben und Be­wunderung verdienen.

4) Können sie auch ein Mittel werden, gewissen Dingen ihre unver­diente Hochachtung zu nehmen; wenn man dadurch auf ihre unbemerkten Unvollkommenheiten geführt wird; oder wenn ihre eingebildete und schein­bare Vollkommenheiten unter einem Bilde vorgestellt werden, das sie klein und gmngschätzig macht.

f) Lassen sie sich dazu anwenden daß die Gemüther Neigung und Liebe gegen die Tugend, und Verabscheuung gegen das Laster fassen und unterhalten können. 9)><in kann in einem Rütbsel die Tugend eben so lie­benswürdig als das Laster verabscheuungs würdig vorstellen.

6 ) Da Nun die Rathsel solche wichtige Materien enthalten können, so müssen sie nothwendig auch geschickt seyn, eine Gesellschaft auf angeneh­me und nützliche Ueterredungen zu leiten, und unnütze, nichtswürdige und ungeziemende Gespräche zu verhüten, diejenige aber, weiche gar nichts den­ken., (und wieviel giebt es deren nicht in Geschellschaften l ) zum Denken auf- zumuntern. Dazu ist die mit den Rathseln verknüpfte Belustigung beför­derlich.

7) Dienen sie auch zum Vergnügen. Denn wer ein Rathsel aufgiebk, der hat es entweder selbst erfunden, oder von einem andern gehört. Im letzten Falle freuet er sich, daß er etwas weis, was andern unbekannt tfl, und der Aufmerksamkeit und des Nachdenkens werth geachtet wird. Im ersten Falle ist sein'Vergnügen noch gröser, weil er durch Erfindung eines guten Räthsels eine Probe seines Witzes und seiner Scharfsinnigkeit ableget. In beyden Fallen wird das Vergnügen vermehrt, wenn das Rathsel viel gute Gedanken und Reden veranlaßt.

L * / Ferner: