Ausgabe 
18.3.1766
 
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84 Gl'esische w?chttttk'chK göMer'ttttZtzrge AttZ eigen

Ferner: denen, die ein Räthsel hören, ist das neue, dasseltsamH das paradoxe ein Vergnügen. Es werden Dinge mit einander vereinigt, die sich zu widersprechen scheinen; man ist begierig, ihre Zusammenstim­mung zu erkennen, und geräth darüber in eine angenehme Verwunderung. Die verschiedenen 'Arten der Auflösungen, die theils die Sache gar nichts theils nur etwas treffen , doch aber oft unerwartete Einfälle.erzeugen, belu­stigen eine Gesellschaft. Das größte Vergnügen empfindet der, der die Ehre hat, die Dunkelheit des Räthsels völlig aufzuklären.

So müssen die Räthseln beschaffen seyn, wenn sie gut seyn, und zur angenehmen und nützlichen Unterhaltung in Gesellschaften etwas beytragen sollen. Ich füge nur noch Kinzu, daß sie alsdann von einem ausgebreite­ten und unbeschreiblichen Nutzen werden könnten, wenn man sich in den Gesellschafften, wo sie aufgegeben'werden, bemühete, einen Gedanken und wenn es nöthig ist, ein Wort nachdem andern zu erklären. Dies geschieht entweder gar nicht, oder doch sehr selten. Ich getraue mir aber zu be­haupten , daß auf diese Art beynahe keine edlere Beschäftigung und kein nützlicherer Zeivertreib in müssigen Stunden könne erdacht werden, 'als mit Räthseln. Wollen dieses meine Leser nicht glauben? Ich will sir-Durch eine kurze Erklärung der Räthsel, die ich in eines der vorigen Blätter einge­rückt habe, davon überführen. Das erste hieße. . -

i Ich kenne drev Schwestern die zugleich a-b-chr-n sind, und doch ist eine die Mutter der beyden andern ; sie giebt ihnen das Leben, und ist doch ohne sie nicht lebendig. Die eine eröfnet den Himmel, die an- dre erwartet ihn, die dritte verdient ihn nicht, und kommt doch allein hienein.,, , . -

Dieses Räthsel zeigt uns Eigenschaften und Wirkungen einer Sache, die von wenigen in Betrachtung gezogen werden. Die Wahrheiten selbst, Die darin liegen, sind & wichtig, daß sie-jeder Mensch wissm muß, wenn er stetig werden will. Welch ein nützlicher Jnnhaltf Unter den drey Schwestern werden verstanden der Glaube, die Hofnung und die Liebe, Sie werden zugleich gebshren. Denn so bald der Glaube da ist, entsteht Hofnung und Liebe. Keines kann eher, keines kann später, als das andre entstehen. Sie müssen zugleich entstehen. Eine .ist die Murrer der beyden andern. Der Glaube gebiehrt die Hofnung und die Liebe? Wie kann er,den Himmel hoffen, penn er nicht an den glaubt, der ihm denselben erworben. Der Glaube an denselben muß der einzige Grund seiner gewissen Hofnung seyn. Der Glaube ist auch die

i Mutter