r-o GLesische wöchentlich!- gemeinnützige Anzeigen
Wil! man Baumschulen davon anlegen, muß man die jungen Bäumchen 5. Fuß gegen alle Seiten weit von einander setzen. Setzt man sieinS Freye, müssen sie 1 s Fuß von einander zu stehen kommen. Zu einem Tagewerk werden ohngefehe 100 Stück erfordert. Man muß die untern Zweige abschneiden, damit sie in die Höhe wachsen, und eine schöne Krone und guten Schaft geben. Es ist nöthig, das Erdreich drum herum des Jahres z mal aufzuhacken, jedoch nur die Oberfläche, damit man den kleinen Abschößlingen, die aus den laufenden Wurzeln hervor wachsen, nicht Schaden thue. Es ist nicht genug, das Erdreich unten bey dem Stamme auf- zulockern, sondern man soll auch die andre Erde um den Baum herum leichte bearbeiten. Man wird gar bald den Nutzen davon spüren, und diese Muhe nebst den Kosten sich nicht dauren lassen.
Die junge Baume von r Jahren , welche man ins Freye gepflanzet, werden im zten Jahre nicht allein Schatten, sondern auch Nutzen geben. Man muß ihnen alsdenn, viele Zweige benehmen, die sie verhindern, in die Höhe zu wachsen. Man lasse ihnen nur die geraden Aeste, so werden siß einen geraden Wuchs bekommen und hoch werden.
Ein Busch von Accacien bepflanzt, giebt in 10 Jahren viel Nutzen und bringt mehr ein, als ein Eichen-Wald in zo. Jahren. In 10 Jahren giebt der Accacien-Wald s mal das Holz zu Weinpfählen und Weingeländer, und man zieht auch noch von denen Absprößlingen, die alle Jahre aufschißen, vielen Vortheil.
Wenn man die junge Bäume pflanzt, muß man das Erdreich darum wohl niedertreten, oder stampfen, sonst würde die Luft den Wurzeln schaden, und machen, daß sie verdorrten. Es ist gut, wenn man den Baum sogleich, wenner aus der Erde gezogen ist, wieder verpflanzt, oder wenigstens den andern Tag drauf. Ehe die Bäume zum Versetzen ausgehoben werden, müssen schon die Löcher gemacht und die Erde zubereitet seyn.
Im Frühlinge läßt man den Baum unten etwas bloß, wenn man aber die Erde zum erstenmal aushackt, alsdenn wird, was blos geblieben, mit Erde bedeckt.
Wenn die Bäume mit gehöriger Besorgung gepflanzt sind, dann Siebtes, wie mich die Erfahrung belehret, dreyerley Methoden, dieselben zu nutzen.
Es ist bey dieser Sache nicht viel Schwierigkeit. Der Baum kommt ohne große Besorgung fort, wenn er in einem Erdreiche, das sich für ihn chickt, und in einer rechten Gegend steht. Den Nutzen, welchen er inson.
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