1 und Nachrichten. l8-
als die Eiche, so wachst er doch in einem Jahr mehr, als die Eiche in $ Jahren.
Fast jedermann kennet diesen Baum von Ansehen, aber seine sonderbaren Eigenschaften sind den wenigsten bekannt. Daher ist man wenig auf dessen Anpflanzung bedacht gewesen, und nur seit kurzem hat man angefan- gcn sich solchen zuzulegen. Aber niemand hat diese Baume aufgezogen/ um eine jährliche Nutzung davon zu geniesen/ und man hat nie geglaubt, daß ts möglich wäre, sondern sich blos begnüget, ihn ohn alle Besorgung vor sich aufwachsen zu lassen, ja viele haben sie umgehauen, um das Holz davon zu verbrennen.
Um nun diö Vortheile, welche man sich von diesen Baumen zu versprechen hat, bekannter zu machen, habe ich für zuträglich erachtet, die Liebhaber von denen Entdeckungen und Anmerkungen, die ich seit mehr denn 40 Jahren gemacht, zu benachrichtigen.
Die alten haben diesen Baum nicht gekannt, und geben uns daher keinen Unterricht von ihm. Einige Neuern erwähnen desselben, feit dem er- in Frar kreich bekannt ist.-' Sie baten aber von dessen Nutzung, welche hoch-beträchtlich 'st, nichts gemeldet.
Es kommt zwar dieser Baum aus dem Saamen, allein ihn also zu' erziehen, ist langweilig und oft mißlich. Ich habe chn vielmals gesaet, ohne daß er ausgegangen ist. lieber dieses ist es verdrüßlich , gleich eist Jahr Zeit zu verlieren; daher thut man besser, wennn man junge bewurzelte Sprößlinge kaufet, und eine Pflanzschule davon anlegt. Von abgeschnittenen Zweigen laßt er sich nicht ziehen. Durch die Sprößlinge, so aus den Wurzeln ausschlagen, vermehret er sich sehr leicht.
Wenn man solche BäuMe anpflanzen will, so kauft man junge Bäume von r Jahren, um sie ins freue zu setzen und von r Jahre in die Baumschule. Die von 2 Jahren wurzeln leichter als die von 3 Jahren, als welche schon zu groß sind. Die zweyjährigen wachsen, wie ich oft erfahren, Viel stärker, und werden in 2 Jahren grösser, als die dreyjährigen.
Man findet leichtlich bey einem Guthe ein Stücke Land, welches zu Erzeugung dieser Baume tauglich ist. Ob sie wohl ein hitziges und leichtes EWreich lieben, so kommen sie doch auch in thonichten Boden fort, wenn nur die obere Fläche des Bodens nicht allzu harte und feste ist. In den Thalernj wo d,e Hitze eingeschlossen ist, bekleiden sie schwerlich, sie dürfen aber auch dem Wind nicht ausgesetzt werden. Am besten setzt man sie an einen lustigen Ott, welcher gegen Norden liegt.
- Aa z ' Wil!


