k tinb Nachrichten. 19*
betbeit biet zu'Lande giebt, wo viel Weinbau ist, besteht insonderheit darinnen , daß er viel Holz zu Weinpfahlen und Stangen zu Geländern schafft.
Die erste Art, diese Bäume zu nutzen, ist die einfältigste und gemeinste. Man pflegt dann und wann die Erde um den Baum aufzuhacken und auszulockern, und läßt sie fort wachsen, um den Schatten und den angenehmen Geruch der Blüthen zu genießen. Nach if bis rv Jahren hat man hohe Stämme
Auf diese Art hat man keine jährliche Nutzung davon. Man nutzt ihn erst alsdenn, wenn er so groß ist, daß er Klötzer und Balken geben kann. Das Holz ist so hart als Eichenholz. Ich habe dergleichen Balken schon vor 30 Jahren verbrauchet, und sie sind noch gesund, als ob sie erst vor kurzem gelegt worden. Wenn der Baum dicke, und nicht hoch genug ist, um Balken davon zu bekommen, braucht man ihn zu Pflöckhölzern und Bretern.
Diese taugen zu allerband Zimmerarbeit, zu Fußboden, Lamperienrc. Die Drechsler machen schöne Arbeit davon. Je älter die Bäume sind, je härter und tüchtiger werden die Breter daraus, je schönere Adern haben sie. Man macht Tischler - Arbeit davon. DaS Holz wird roth, wenn es alt wird, und sieht dem ausländischen Holze, so aus denen Inseln zu uns gebracht wird ähnlich.
Wenn der ^ccge-en-Baum in einem Rechten Boden steht, so wächst er oft so geschwinde, daß man in io Jahren Breter, so-biS »oZoll breit sind, davon haben kann.
Ich kann theuer versichern, daß ich A. 1730 ein Dutzend dieser Bäume gepflanzet, welche so stark wurden, daß ich sie ,740 umhauen und mir daraus allerley Meublen machen ließ Eben diese Bäume schlagen hernach so stark wieder aus, und treiben dergestalt, daß ich sie r 7 so wieder schlagen ließ, und eben dergleichen Nutzung davon erhielt. Sie sind auch jetzo wieder so groß, daß sie eben also zu brauchen sind.
Es ist fast kein Holz, welches dauerhafter ist, und ich behaupte, daß es in diesem Stück dem Eicken und Nußbaumholze nichts nachgiebt. ES sind schon 20 Jahre , daß ich Sckränke und Stühle davon habe machen lassen, und sie sind jetzo schöner, als da sie neu waren. Man muß sich nur. von den HandweikSleuten nicht betrügen lassen, welche öfters die gu- te»i Breter für sich behalten und die Stühle aus den Aesten machen, welche sm-lich nicht lange halten, sondern leicht zerbrechen.
Die Fortsetzung folgt.
Akadt,


