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muß man denselben der Neuern einräumen; woran wohl kein Vernünftiger zweifeln wird.
Wenn also die altere Geschichte auch gleich nicht einmal wegen des genauen Zusammenhangs nöthig wäre, den sie mit der Neuern hat, so würde sie sich schon durch sich selbst, und durch die Wichtigkeit und Größe z der Begebenheiten, die sie enthält, hinlänglich empfehlen. Es ist also einVorurtheil, wenn man sich mit manchen Leuten, deren Sphäre sehr ein- geschränckt ist, einbildet, man muffe der studirenden Jugend blos die Geschichte der neuern Zeiten vortragen. Veyde Gattungen der Historie müssen in einer gewissen Proportion verbunden werden, wenn etwas Ganzes daraus werden soll, und man nicht in den wichtigsten Dingen unwissend seyn will. M.
Begebenheit eines jungen Englischen Officiers unter den Abes nakies. (Aus dem Gentlemans Magazine 176?.)
Während des letzten Krieges in America, überfiel ein Haufen Wilder einen Trupp Engländer, und schlug ihn; diejenigen , welche nicht auf dem Platz geblieben waren, Fonfen kaum ihrem viel geschwindem Feinde entfliehen. Er verfolgte sie mit einer unaufhaltsamen Wut, und begegnete ihnen mit einer selbst in diesen Gegenden unerhörten Grausamkeit. Ein junger Englischer Officier, dem zwey Mlden mit aufgehobenen Veilen nach- Men, hatte nicht die geringste Hofnung mehr, seinem Tode zu entfliehen.; er'dachte also auf nichts weiter, als sein Leben so theuer zu verkaufen, als er tonte. In demselbigen Augenblicke kam ein alter Wilder mit einem Bogen näher auf ihn zu, und wolte ihn erschiessen, indem er auf ihn zielte, besann er sich plötzlich, und warf sich zwischen den jungen Engländer und die zwey Wilden, die ihn ermorden wolten. Sie gingen aus Ehrfurcht für den Alten zurück, welcher darauf den Officier durch seine freundliche Mine alle Furcht benahm, und ihn ganz friedlich bey der Hand in seine Hütte führte. Er begegnete ihm daselbst sehr gefällig und gütig, er sähe ihn mehr für feinen Gefährten als Sclaven an, und lehrte ihn die Sprache der Abenakies, und die rauhen Künste dieses Volks. Nur ein einziges Betragen des Alten verursachte dem jungen Officier einige Unruhe; ec ward gewahr, daß der Wilde seine Augen auf ihn heftete, und nach einem lange und starr auf ihn gerichteten Blicke einige Thränen fallen ließ.
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