und Nachrichten.
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Groschen bezahlen lieft. Zum Glücke der armen Unterthanen starb er ernr- ge Jahre darauf an einer verzweiflungsvollen Gemüthökrankheit.
Die Fortsetzung folgt nächstens.
Gelehrte Nachricht. s ;
We;lar. Die Streitigkeiten des Französischen Monarchen und seiner Parlamente sind zu wichtig: und die Art und Weise, nach welcher solche'm unfern Laaen wieder rege worden und noch immerfort dauert, ist zu besonders, als daß dieselben nicht längst die Augen des Publicums sollten auf sich gezogen haben. Und wenn auch gleich ein Deutscher nicht von Franc! re ich aus ermuntert und anfg^, fordert würde, darüber seine Gedancken zu äußern: (als welches, weil solchesru Franckreich verbothen worden, in öffentlichen Blättern schon wircklich zu verschiedenen Malen geschehen:) Sogeben diese Streitigkeiten, schon vor sich betrachtet, dem Weltweisen und dem Gottesgelehrten eine fürtrefltche, eme erhabene, eme zu allen Zeiten denkwürdige Gelegenheit, die eigentlichen und wahren Verhältnisse eines Monarchen und seiner Unterthanen zu befestigen und von neuem emzuschar- fen Diese Gelegenheit hat auch unser Herr D- Müller nicht vorbey lassen wollen ; sondern es hat derselbe bey eben einem solchen erhabenem Falle den wichtigen Ar- likul von dem Obrigkeitlichen Stande erläutern und den seimgen von neuem zu Gemüthe führen wollen, als es ihm bey der Lehre von der Fürsorge Gottes nach unfern Blattern vor einigen Jahren gelungen. Die Schrift, worume diefes geschehen, ist von dem jünger« Winkler zu Wezlar in Verlag genommen, hier itt @ieftn bey Schröder auf n. Bogen in sv. gedruckt, und von ihrem Verfasser also überschrieben worden: De novis inter regem Gafarum 6* Magiflratum diflenßonibuj, quid mihi videtur. Das Kupfer, so dafür gestochen worden; und Nicht nur seinem Ernnder; sondern auch dem ganzen Buche zur Erläuterung und wahren Zierde gereichet, stellt Franckreichs Monarchen für, wie er nut bedecktem Haupte, auf einem kebnseffel ftM, von seinem ganzen Hofe, den Prinzen von Geblüte, und seinen Ministern umgeben, semein Parlamente diese Worte aus dem Tacmis zurufet: Pnncipi fummum rerum aibitrium dii dedenmt, fubdins obfcqun gloria rchda eft. Und nachdem der Herr Verfasser den Streitpunct bestimmet: em und andern Emwürfen begegnet, die ihm, seines Unternehmens wegen, gemachet werden konnten: seine GewahrsMänncr angegeben, an dre er sich in dieser iLache gehalten: den Ge- sichtsvunct eröffnet, aus welchem der Leser diese Schrift betrachten muffe; so geht er 'n dem ersten Stück, worein sich seine Abhandlung zertherlet: und zeigt, daß des Monarchens Sache schon mit dem Natur und VökckerNechte weit mehr, als das ' was das Parlament begehret, übereinkomme und sich zusammenraumen lasse. An» allerwenigsten kar» das Parlament das fordern, was es doch verlanget, und an der Macht'Gesstze zu bilden, einen solchen grossen Antheil Haber» wollen;.wen», man die bloss Natur eines Impcranu» in 90adam civirate betrachtet. Nam prinerpes fuut ruft sie mit ihrem Sophokles aus: vbleguendam qmdnir Noch unerwarteter sber wird das Begehren des Parlamentes; wen»; man die fummam poteftatem z «ber-


