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gekommen haben. Bedenken Sie es selbst, hochgeschätzteste Leser, was würden alle unsre Wünsche ihnen genutzt haben, wenn sie sich nicht zugleich selbst um die Mittel bekümmert hatten, durch deren Gebrauch nur allein unsre Wünsche für Sie hatten erfüllt werden können? Kein Wunsch, dej^ sen Erfüllung in Ansehung unsrer möglich ist, wird ohne unser Zuthun er­füllt. Was würde es zum Beyspiel geholfen haben, wenn wir ihnen auch tausendmal ein langes Leben und eine beständige Gesundheit gewünscht hätten, und sie hätten sich täglich dem abscheulichen Laster der Trunkenheit ergeben wollen? Eben so würde der Wunsch für ihr beständiges Vergnü­gen und für ihre dauerhafte Glückseligkeit vergebens gewesen seyn, wenn sie sich täglich in allen Lastern herum gewelzt und ihr Gewissen damit befleckt hätten. Der einzige Nutzen, den sie vielleicht hätten haben können, wur­de allenfalls darin bestanden haben, daß wir unfern Lesern dadurch einen neuen Beweis von unsrer Dankbarkeit und unserm Eifer, ihnen zu gefallen, würderr gegeben haben. Allein wir sind so kühn und hoffen, daß sie davon schon hinglänglich genug werden überzeugt seyn. Wir lassen es übrigens an seinen Ort gestellt seyn, ob der Verfasser der vorhergehenden Betrach­tung dieses alles mag eingesehen haben. So viel aber glauben wir für ge- wis, daß er uns dadurch hat lehren wollen, es sey besser, wenn man die vielen Wünsche, die theils übertrieben, theils ohne Aufrichtigkeit und seht oft ohne Gedanken und mit schmeichlerischen Eomplimenten hergesagt wer­den, abschafte, und an deren statt demjenigen, dessen Wohl uns am Her» zen liegt, am NeuJahrs Tage die besten Mittel und Wege zeigte, wo­durch er am bequemsten seine Wünsche erhalten könne. Seine Betrach­tung ist wenigstens so lehrreich eingerichtet, daß wir die vollkommenste Glückseligkeit und das reinste Vergnügen geniesen würden, wenn wir in diesem Jahr eben dieselbe Vorsätze ausführken, die er sich auszuführen vorgenommen hat.

. Allein diese Betrachtung haben wir auch aus diesem Grund mit Ver­gnügen an die Stirne unsrer dißjährigen Blätter gesetzt, weil sie mit dem Endzweck so genau übereinkommt, den wir in diesem Jahr durch unsre Be­mühungen zu erhalten gedenken. Mr haben uns vorgenommen, unfte Le­ser in diesen! Jahr sehr oft an den weiten Umfang ihrer Pflichten die sie nicht allein als Christen, sondern auch als treue Unterthanen zu erfüllen haben, zu erinnern. Die Ausbreitung der wahren Religion, nicht der eingebilde­ten, wodurch fo viele Menschen, die sich schmeicheln, daß sie fromm-

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