i)i Giesische wöchentlich -gemeinnützige A»;etzen

naten auffressen. Des Winters aber, und wenn sie nach den Sommer­weiden getrieben werden, bekommen sie gar keines. Man wird auch fin­den, daß die Könige von Spanien niemals das Salz auf einen so hoben Preis gesrtzet, als die Könige von Frankreich, und das bloß um deswil­len, damit die Schäker solches ihren Schalen nicht entziehen, und solche dadurch zuruckkommen, oder deren Wolle schlechter werden möchte. Der Schäfer legt ro bis <to Steine, fünf Fus weit aus einander, und streuet Sa z darausi Hier führet er sein« Heerde hin, und die Schafe lecken das Salz ab. Es ist was besonders, daß die Schafe kein Körnchen Salz fielfen / wenn fte ouf Feldern, wo 5?(lief(leine ftnft, weiften, weW vor Krauter und Pflanzen auch nur daselbst wachsen mögen. Ausserdem darf sie der Schäfer nicht lange ohne Salz lassen; denn kaum haben sie eine Viertelstunde geweidet, so laufen sie schon wieder zu den Steinen, und fressen ihr Salz mit einer ausserordentlichen Begierde. Wenn das Erd­reich geml'chk ist, welches man sehr oft findet, so fressen sie nach dessen Proportion das Salz. Man frage nur einen Schäfer, warum seine Schafe, in einer Gegend, wo Kalksteine sind, gar keines, wo aber das Erdmch vermischt ist, nur wenig Salz fressen, so wird er antworten, baß die Ursache s-y, weil es ->n Waizenland wäre. Wie man weis, so ent- halt der Kalk eine Menge Salztheilchen in sich; doch ist das Salz, wel- bereiten, gar sehr von demjenigen unterschieden, welches der Ka k, ehe er calcimret worden, in sich enthält. Es ist wohl mchts anders als eine Art Meer- oder alkalischen Salzes, welches demieni- mr!en ^S/abilien befindet, und den Thieren anstatt des Salzes dienet, sehr nahe kommt.

Zu Ende des Julii last man die Böcke zu den Schafen, und kbut gemeiniglich unter hundert sechs oder sieben. Wenn ste nun sind besprun- ^11 woiften, werden sie wieder von den Schafen abgesondert, und der Schäfer last sie alleine weiden. Es giebt noch andere Böcke welche man &en ®^öfen.Sufainnien last, sondern man giebt ihnen wegen chrer IboHe, und daß sie in die Fleischbank tüchtig sind, allein zu freßen; denn obgleich die Wolle, und das Fleisch der Schafe viel feiner und rWcrjbwS ist, so ist im Gegentheil auch gewis, daß die Wolle von einem Bock weit schwerer, als von einem Schaf ist, wie sie dann auch viel langer als diese leben, welches auch macht, daß man ihrer L^.^ Mmge unter den Heerden des Königs von Spanien sichel Die Wolle von drey Böcken wiegt gemeiniglich 25 Pfund, und muß man,

wann